Herzlich Willkommen zu unserem neuen Lifestyle-Channel. In der Rubrik "Schwarze Mode" werdet ihr künftig  alles über Mode und Designer innerhalb der Schwarzen Szene erfahren. Von Interviews mit Modeschöpfern bis hin zu Berichten über nationale und internationale Modemessen - wir schauen uns für euch in der Szene um und  stellen die interessantesten Trends ins Netz. Ebenso Inhalt dieser Rubrik: Tipps zum Selbernähen und Einblicke hinter die Kulissen...
 
___________________________________
 

Nylons, Strümpfe und Co!

Zeigt her eure Beine...

 
 
Sehr passend zur Jahreszeit gibt es hier einen tieferen Einblick und ein wenig Hintergrundinformation über Strümpfe und Strumpfhosen. Die Geschichte der Strumpfhose beginnt bei weitem früher, als man denkt, nämlich schon zur Zeit der Römer und nicht erst im 20 Jahrhundert!
 

Die Herren trugen dort eine Art Fußstulpen. Weitaus beliebter war aber diese Art von Strümpfen bei den Galliern und Germanen, die aufgrund der Witterung mit warmer Unterkleidung gerne Vorlieb nahmen. Die antiken Strumpfhosen waren leider nicht sehr bequem und kaum mit den heutigen zu vergleichen. Die Stoffe waren gewebt und genäht - die Strickmaschine wurde ja erst später erfunden. Es gab Strümpfe zum Sitzen und eigene zum Stehen, da sie nicht dehnbar waren und sonst sofort an den Nahtstellen gerissen wären. Dieser Luxus war damals nur für den Adel vorgesehen.

 

1589 wurde die erste mechanische Strickmaschine von Vikar William Lee in England erfunden. Zum Segen aller wurde die Strumpfhose jetzt gestrickt und eine bessere Passform wurde gewährleistet. In den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden die Vorläufer der heutigen Nylonstoffe, die vollsynthetische Faser, entwickelt und mit Rundstrickmaschinen angefertigt.

 

Seit der Erfindung der Nylonfaser im 2. Weltkrieg wurden nun ausschließlich transparente Stoffarten eingesetzt. Aber diesen Zeitpunkt wurden Strümpfe fast nur mehr aus Nylon produziert - aufgrund seiner Feinheit, Geschmeidigkeit und Transparenz. Der Nylonstrumpf gewinnt in dieser Zeit immer mehr an Bedeutung und ist in vielen Branchen unverzichtbar geworden, wie z.B. bei den Filmstars und Mannequins. Die ersten Strümpfe hatten noch eine Dichte von 70 bis 40 den, wurden jedoch schnell abgelöst durch feinere von 30 bis 20 den und schließlich 15 den. Im Jahre 1951 wird die Krönung der Feinheit erreicht: 10 den. In diesen Jahren bestimmt der Nylonstrumpf mit Naht den Markt.

1955 bis 1965: der nahtlose Strumpf gewinnt langsam die Oberhand

1965 bis 1970: der Markt entdeckt die Strumpfhose ...

1970 bis 1980: langsam aber sicher verschwinden die Strapsstrümpfe vom Markt und wird durch die Strumpfhose ersetzt.

 

Ein wichtiger Begriff bei Strumpfhosen ist DEN:

DEN ist die Abkürzung für Denier, einer Maßeinheit, die sich aus folgendem Verhältnis ergibt: Wieviel Gramm wiegen 9000m eines Garnes? d.h.: 20den z.B. bedeutet, dass 9000m eines Garnes 20 Gramm wiegen. Je schwerer das Material, umso fester ist das Gestrick.

Man kann heutzutage Strumpfhosen in verschiedenen DEN-Stärken erwerben.

60 den: Blickdichter Strumpf. Sehr angenehm zu tragen und durch sein gleichmäßiges Maschenbild macht er ein schönes Bein.

40 den: Ideal zu ungefütterten Röcken. Eine Strumpfhose, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Haltbarkeit alles mitmacht. Kaschierender Effekt durch transparente Optik.

30 den: Halbmatte Strumpfhose, kaschiert kleine Schönheitsfehler. Die Strumpfhose, die perfekt zu jedem Outfit passt.

20 den: Strumpfhose mit edlem Satinglanz. Ein Klassiker und ein beliebtes Einstiegsmodell. Eine Allroundstrumpfhose, die äußerst strapazierfähig und elegant zugleich ist.

10 den: Hauchdünne, ultra-transparente, matte Strumpfhose. Die ideale Sommerstrumpfhose, da kaum sichtbar und kaum spürbar.

In der heutigen Zeit gibt es viele Varianten der Strumpfhose bzw. Strümpfe- angefangen bei Kinderstrümpfen, über Strümpfe für ältere Damen, sportliche oder medizinische Strümpfe und schließlich auch die sexy Variante der Strümpfe. Den Formen, Farben und Mustern der Strümpfe sind heutzutage keine Grenze mehr gesetzt. Erneut hat sich die erotische und schöne Seite des klassischen Nylonstrumpfes in den letzten Jahren großer Beliebtheit erfreut. Die Männerwelt nimmt nicht nur Po und Brust sondern auch die Beine einer Frau oft als erstes in Augenschein ;-) Die erotische Signalwirkung ist enorm, unumstritten ist ein schöner Strumpf die schönste Art Bein zu zeigen! Zu den erotischsten Strümpfen zählen zweifellos Strapsstrümpfe, dicht gefolgt von Halterlosen, die sich in den letzten Jahren wieder größter Beliebtheit erfreuen.

Verstärkt in den Shops zu finden sind zur Zeit Strümpfe mit allem möglichen Farben und Applikationen, Löchern, Netz oder ausgefallenen Mustern, gestreift oder mit Pünktchen in verschiedensten Lagen bzw. Schichten. Ebenso sind Overknees wieder stark im kommen...Es wird alles miteinander kombiniert. Einfach drunter und drüber!

 

+ Hier ein Link für die aktuelle Strumpfmode Herbst/ Winter 2006 mit vielen Fotos.

www.die-seite.at/market/strumpfshop.php

 

Zu den Markenstrumpfhosen gehören Namen, wie Hudson, Wolford, Kunert Ergee, Falke und Burlington. Diese findet man überall immer wieder in diversen Fachgeschäften. Meist muss man bei Markenstrumpfhosen tiefer in seinen Geldbörserl greifen, dafür bekommt man gute Qualität mit längerer Lebensdauer und ausgefallene Modelle geboten. Hier in Wien bekommt findet man aber auch schöne und recht preisgünstige Strümpfe und Strumpfhosen z.B. bei Bipa und Calzedonia (im Milleniumstower). Ausgefallenere Modelle für die schwarze Szene gibt es immer wieder im Nexus. Dort gibt es geringelte Strümpfe und Overknees, ebenso auch mit Totenkopfapplikation darauf.

+ Ansonsten wir man sicher beim Onlineshop Funnylegs fündig. Dieser Internetshop wird sicherlich allen Wünschen gerecht. Hier gibt es die witzigste Beinmode!

www.funnylegs.de/index.php

+ Eine zweite Alternative zum Online bestellen. Hier bekommt man einige Markenstrumpfhosen.

www.socken.de

+ Für genauere und detailierte Information zum Nachlesen :

www.deutsches-strumpfmuseum.de

+ Buchtipp: Nylons von Uwe Fülleborn

Ein Strumpf-Festischist macht seine Obsession zum Beruf und fotografiert seine 'anonymen Nachbarinnen' in Nylons: Auf 512 Seiten präsentieren sich schüchterne Mädchen, brave Hausfrauen oder enthemmte Sekretärinnen 'in aller Unschuld!'

ALSO MEINE DAMEN – WIR SCHAUEN EUCH AB SOFORT AUF DIE BEINE!

 

(Morrigan)
___________________________________
 
 
 

Models und Fotografen aufgepasst!!!

Agentur Extravaganza, Berlin

 
 
Die junge Berliner Agentur Extravaganza ist auf der ständigen Suche nach Nachwuchsmodellen, Fotografen, Komparsen und jungen Künstlern abseits der herkömmlichen Modeindustrie. Gothic, Fetisch, Punk, Glamour, Industrial, Travestie und ähnliches sind die gesuchte Stylingrichtung – je auffälliger und individueller desto besser! Übrigens, da die Agentur ein Non-Profit Unternehmen ist, ist der angebotene Dienst nicht nur für Models und Künstler kostenlos, sondern auch für potentielle Kunden. Sollten die Fotografen unter euch also auf Modelsuche sein, dann lohnt sich ein Blick auf die Website bestimmt. Übrigens, auch österreichische Models und Künstler sind natürlich jederzeit gerne gesehen, also Leute – bewirbt euch doch, wenn ihr Lust habt! (Justine)
 

http://www.model-agentur-extravaganza.de

___________________________________
 
 

Styling-Trends Herbst 2005

 
 
Zurück vom Mera Luna wollen wir Euch natürlich die neuesten modischen Trends und Stille der schwarzen Szene für den kommenden Herbst ein wenig vorstellen. Das Wetter passt ja auch schon dazu, oder? Wie schon im Jänner nach der Spirt of Fashion Show berichtet hält der dort eingeschlagene Trend weiterhin an. Farben sind heuer sehr angesagt!
 

Einfach zu schwarz kombiniert ist PINK derzeit der Renner, ebenso wie weiß und rot. Violett ist dafür derzeit etwas in den Hintergund gerückt. Ebenso trendig sind Ringel-, Streif- und Netzstoffe, die in diversen Lagen miteinander kombiniert werden. Übrigens sind Overknees in allen Stoffen und Mustern hoch im kommen! Der punkige und elektronische Einfluß ist nach wie vor sehr stark zu spüren. Skulls sind weiterhin der Renner dieses Jahres und auch ich bin in diese süßen kleinen Totenköpfe vernarrt ;-) Man trägt sie derzeit auf der gesamten Kleiderung, bis hin zur Tasche, und sogar als Applikationen auf Schuhen.

Im Gegensatz zum „Otto-Normal-Trendshopper“ wird derzeit von Spitze und Samt in der schwarzen Szene eher Abstand genommen. Dafür ist Tüll in allen möglichen Farben unter diversen Miniröcken wieder sehr angesagt.

Bei den Männern hat sich dieses Jahr der Militärlook voll und ganz durchgesetzt. Hosen in Tarn- bzw. Camouflagestoffen sind heuer in jedem gut sortierten Männer-Kleiderkasten fast Pflicht. Auch Hemden, Oberteile und Hosen im Nadelstreiflook sollten sich auf jeden Fall dort finden.

 

Für Winter/Frühjahr 2006 sollten Kleidungsstücke und Accessoires im Tartanmuster sicher auch unsere Läden bevölkern. Eventuell mehr dazu wenn es soweit ist.

 

Buttons erleben dieses Jahr ein Revival und erfreuen sich erneut sehr großer Beliebtheit. Diese kleinen Ansteckbuttons gibt es in fast allen möglichen Farben und Motiven. Man kann damit sein Outfit schmücken, oder eine Ausgehtasche wird auf einmal zur Buttonstasche. Sehr stylisch auf jeden Fall! Und der Kreativität sind damit kaum Grenzen gesetzt.

 

Damit wir alle rechtzeitig diese Trends bei uns zu Hause haben, bietet sich die Alternative des Onlinshoppings gut an. Keine überfüllten Einkaufsstraßen und lange Wartezeiten an der Umkleidekabine, sondern einfach und bequem vom Sofa von zu Hause aus im Internet bestellen :-). Die neusten modischen Trends sind oft früh und rasch erhältlich.

+Gothika:

www.gotika.nl

Onlineshop aus den Niederlanden, punktet mit verhältnismässig scheller Lieferung und akzeptablen Preisen.

 

+Gothic- Obsession:

www.gothic-obsession.de

Eher unbekannter Onlineshop aus Deutschland, jedoch relativ große Auswahl.

 

+Gothic- Ware:

www.gothic-ware.de

Hier gibt es immer wieder Angebote und sehr schöne und preisgünstige Korsetts. Sehr schnelle Lieferung mit Mailinformation!

 

+The Clash:

www.the-clash.de

Shop für Gothic und PunkFashion, angeblich mit schneller Lieferzeit.

Gewand mit viel Farbe! Noch nicht persönlich getestet ;-)

 

+Xtrax:

www.x-tra.de

Höchstwahrscheinlich der Onlineshop des Szene! Leider ist bei dem riesigen Angebot kaum etwas lagernd es kommt teilweise zu sehr langen Wartezeiten.

Enorm große Auswahl!

 

+Impact Mailorder:

http://shop.impact-mailorder.de

Hier kann man Tonträger und Gewand aus den Bereichen Punkrock, Hardcore , Gohtic, Metal und Independent ebenso aller Art von Accessoires erwerben. Nette, trendige Auswahl!

 

+Funnylegs:

www.funnylegs.de

Shop mit sehr ausgefallen und extravaganten Strümpfen. Ein Traum :-) ! Extrem schnelle Lieferung und sehr gutes Service.

 

+ Ebay:

www.ebay.at (oder .de, .com usw.)

Auf Ebay kann man immer wieder Schnäppchen finden. Es gibt Gewand, Schuhe, Accessoires und (fast) alles was das Gruftiherz begehrt. Man benötigt nur etwas Geduld, aber man durchaus auch sehr erfolgreich sein.

 

Somit können wir uns heuer ganz speziell auf einen „ bunten - pinken“ Herbst/ Winter freuen. Ich persönlich bin schon sehr auf eure neuen persönlichen Modekreationen gespannt.

 

(Eure Morrigan im August 2005)
 
 

Evolution -

A Dark Movement from Sound to Fashion

9. April 2005, Szene Wien

 
 
Am 9. April war es endlich wieder soweit: nach des Black Angels Dark Fashion Show vom 25. Oktober 2004 durften wir endlich wieder bewundern, welche Kreationen in den vergangenen Monaten den kreativen Köpfen und Händen der neun Hobby Designerinnen entsprungen waren! Fünf Monate scheinen am ersten Blick ewig lang zu sein, aber jeder, der selbst schon einmal etwas genäht hat weiß, dass die Zeit bei aufwendigen Projekten verdammt schnell vergeht – vor allem dann, wenn man neben seiner privaten Nähleidenschaft auch noch andere Verpflichtungen hat! ;-) Aus diesem Grund möchte ich den fleißigen Schneiderinnen vorab gleich ein dickes zusätzliches Lob aussprechen! Also, Andromedea, BlackAngel, Cardiovasculair, Curmisagios, Hecate, Morrigan, Neria, NightOcean und White Pique – nehmt die vielen positiven Reaktionen als Motivation für viele, viele weitere schöne und kreative Outfits! Und hört bloß nicht auf die wenigen, aber typischerweise doch vorhandenen Unkenrufe, damit ist man zwangsläufig konfrontiert, wenn man mit seinem Tun aus der sicheren privaten Umgebung in die Öffentlichkeit tritt.
 

Aber ich denke, die sehr zahlreichen Zuschauer dieses Abends sind wohl kaum aus diesem Grund in die Szene Wien gekommen, ein kurzweiliges und individuell gestaltetes Konzept mit Vorfreude auf zwei beliebte Wiener Bands und kreative Mode aus den eigenen Reihen war wohl viel eher der Grund.

Die unzähligen Arbeitsstunden haben sich offensichtlich gelohnt – nach einem sehr stimmungsvollen Auftritt von Sharon Next waren die zahlreichen Zuschauer jedenfalls in beste Laune versetzt worden und würdigten die gelungenen Outfits und tolle Performance der Designerinnen und deren Models mit der wohlverdienten Begeisterung. Besonders löblich ist natürlich auch, dass so viele engagierte Fotografen anwesend waren – somit kann man sich alle Teile noch einmal in Ruhe ansehen, die Show schien ja schließlich viel zu schnell zu vergehen! Nach den rockigen Klängen von Exit To Eden gab es noch mehr Mode zu sehen: MRican Design präsentierte professionelle handgefertigte Stücke aus seiner Kollektion – im Mittelpunkt stand dabei natürlich sein Lieblingsmaterial Leder! Obwohl der Stil der Outfits sich eher in Richtung Fantasy und Fetisch bewegt könnte ich mir gut vorstellen, dass einige Teile auch für Käufer aus der schwarzen Szene interessant wären.

Aber wie auch immer, darum ging es ja schließlich nicht vordergründig – der Schwerpunkt des Abends war, die vielfältigen Spielarten der Kreativität fernab der Mainstream Mode zu zeigen! Und genau das ist meiner Meinung nach hundertprozentig gelungen.

 

 
Vielleicht haben ja auch einige Zuschauer Lust bekommen, selbst erste Nähversuche zu starten – lasst euch bloß nicht entmutigen, wenn das erste selbst angefertigte Teil nur wenig Ähnlichkeit mit den vorgeführten Outfits hat! ;-) Durch diese Phase muss jeder kreative Hobby Schneider durchgehen, natürlich sollte man schon ein gewisses Potential an Geschick mitbringen, viel wichtiger ist aber eine Unmenge an Geduld: auftrennen, umnähen, wegwerfen, neu zuschneiden, nähen, wieder auftrennen, neu nähen – aber vielleicht passt es dann ja endlich! Dieses Szenario wird man immer wieder durchleben, nicht nur am Anfang, also bloß nicht verzweifeln. Auch wenn manche selbst genähten Stücke vielleicht nicht so schön sind wie selbst gekauft – die Freude etwas eigenständig geschaffen zu haben überwiegt! Da sieht man doch gerne über die eine oder andere schiefe Naht hinweg…Aber auch all jene, die das Nähen lieber anderen überlasen wollen, konnten an diesem Abend bestimmt einige Anregungen für das eigene Styling mit nach Hause nehmen…
 

Da es fast unmöglich ist, die vielen schönen Modelle angemessen zu beschreiben, findet ihr hier ein paar Links mit reichlich Fotomaterial von Evolution:

www.blackangel-fashion.net

www.gothic.at

www.rican.at

 

(Justine)
 
 
 

Hey ho - let's go!

Glamour, Punk, Gothic und Independent auf der Spirit of Fashion

Rückblick - 21. bis 23. Jänner 2005, Berlin Spandau

 
 
Die Spirit of Fashion Trade Fair ist als Fachmesse für Anbieter extravaganter Mode und Accessoires konzipiert und als solche sicherlich ihre Reise wert. Der Schauplatz war mit einer alten Fabrikanlage auf einer Insel in Berlin Spandau von ebenso szenischer Athmosphäre, wenngleich öffentlich nicht gerade per Katzensprung zu erreichen. Eines ist schon vorweg zu sagen: Wer sich nicht besonders für Independent-Wear in seiner schillerndsten Ausprägung interessiert, wer es lieber klassisch düster mag oder auf den Stilmix zwischen Punk, Fetish und Glamrock gut und gerne verzichten kann, für den ist diese Modemesse vielleicht doch ein wenig zu bunt. Wer sich aber für ausgefallene Designs, hierzulande noch unbekanntere Labels oder auch Trends im Bereich Underground Fashion interessiert, der wird sich für die Spirit of Fashion sicherlich sehr begeistern können.  
 

Auf der Messe, die sich extravaganter Szenemode abseits des Mainstreams verschrieben hat, zeichnet sich ab, was der Endverbraucher später in den Läden erwerben können wird. Und auch wenn es etwas prekär sein mag, im Zuge von Independent-Mode (die sich ja gerne vom aktuellen Zeitgeschmack frei zu schalten sucht) von so etwas wie Trends zu sprechen, so ist anhand der neuen Kollektionen dennoch auszumachen, welche Muster und Stilvariationen dominieren und augenscheinlich immer beliebter werden. Die Kollektionen der Aussteller hatten jedenfalls hin und wieder mit der ein oder anderen Kuriosität aufzuwarten: Von Gummistiefeln im Schottenlook mit Skulls über Tartan-Nietenbändern, Totenköpfen noch und nöcher bis zum Hello-Kitty -Korsett.

Dominierend unter den Ausstellern waren bekannte Größen (auch aus Übersee), aber auch einige Jungdesigner hatten ihren Stand in der Messehalle, obwohl diese mir persönlich etwas zu kurz kamen. Erweiterungsfähig wäre auch das Angebot an Schuhwerk gewesen (auch wenn die vorhandenen Aussteller eine sehr extravagante Kollektion mitbrachten), auch Korsett- und Fetish-LiebhaberInnen hätten sicherlich gerne mehr Angebot in dieser Richtung erwartet.

Hauptattraktion der Messe war sicherlich die Fashion Show, die zweimal am Tag stattfand und vom Esprit ihrer Darsteller sowie der durchdachten Choreographie lebte. Eine Modenschau der besonderen Art, mit viel Bewegung, Tanzelementen und Spontanität, von der wir euch anschließend noch ausführlicher berichten möchten!

 

Das Pendeln zwischen Fashion Show, Ständen und Catering Lounge hat jedenfalls großen Spaß gemacht, und das ein oder andere ausgestellte Highlight dürfte (der Geldbeutel befürchtet es) auch nachgeshoppt werden, wenn es in den hiesige Läden Einzug findet.

Wer jetzt Lust bekommen hat – die nächste Spirit of Fashion ist schon geplant und findet im Juli 2005 statt!

(Andromedea)
 
 
 
Wie schon vorhin erwähnt - die Modenschau war das Herzstück der Spirt of Fashion! Auf einem T-förmigen Laufsteg präsentierten die Firmen Aderlass, Dr. Martens, Kupiansky, Liquor Brand, Mode Wichtig, Phaze, Punkpirates Beach und Underground Shoes ihre neuesten Kreationen und Innovationen aus der alternativen Ecke der Mode. Die ungefähr 30 Minuten dauernde. Modenschau war in 5 Blöcke gegliedert, wobei jeder einzelne Block durch eine vorhergehende Moderation angekündigt wurde. Jeder der 5 Blöcke stand unter einem anderen Thema, das in einer storyähnlichen Performance von 9 Models perfekt vorgetragen wurde, untermalt von jeweils passenden Songs.
 

Es wurden verschiedenste Stilrichtungen vorgestellt, darunter auch viele klassische Stücke aus Lack, Samt und Spitze. Aber auch Cyberwear und ausgefallenere Bereiche kamen nicht zu kurz. Nadelstreif bzw. Streifstoffe generell haben es den Designer der aktuellen Mode offensichtlich angetan. Noch mutiger zeigten sich die amerikanischen Labels. Farben wie rosa, rot, blau und weiß, jeweils in Kombination mit schwarz, fanden bei ihnen häufig Verwendung. Von Hosen, Shirts, Hemden, Kleidern und Röcken bishin zur extravagant-ausgefallenen Bademode mit Totenkopfapplikation wurde alles vorgeführt, was uns die Designer für das heurige Jahr bescheren.

Organisiert wurde die Modenschau von Alexandra Zielesch, die ihre 10 jährige Erfahrung perfekt umsetzten konnte. Den Models wurden Ideen vorgegeben, die sie eigenständig zu einer beeindruckenden Choreographie mit vielen Tanzeinlagen umwandelten. Durch den perfekten Einsatz von starker Mimik und durch die offensichtliche Begeisterung für die vorgeführte Mode bekamen die Choreogarphien ein Eigenleben, dem man sich bis zum Schluß nicht enziehen konnte, und erst am Ende merkte man wieviel Zeit tatsächlich vergangen war. Von der Fashion Show inspiriert wurden anschließend natürlich auch verstärkt die Ausstellungsstände der betreffenden Firmen aufgesucht!

 

Die Modenschau in Berlin war wirklich sehenswert. Die Show, die dargebotenen Outfits und auch die Models waren sehr beeindruckend. Es wurden viele Trends für die kommende Zeit gezeigt und wir dürfen uns darauf schon sehr freuen!

 

 

(Morrigan)
 
 
 
Anschließend ein paar Trends und Neuigkeiten von der Spirit of Fashion für das dunkle Frühjahrs- und Sommerstyling 2005! Was ist neu, wiederholt neu oder nicht mehr up-to-date und in welche Richtung geht das heurige Styling? Dieser Frage ging ich auf der Messe nach und untersuchte mit teilweise recht großer Erheiterung die Ausstellerangebote.
 

Generell geht das Styling weg vom klassischen Stil und ziemlich in die punkige Richtung. Es sind wieder viel mehr farbige Elemente vorhanden, wie z.B. schwarz-rote/schwarz-weiße Streifen und Karos, bunte leopardengemusterte Blusen, Röckchen und Kleidchen.
Der Top-Renner der Saison sind allerdings Totenköpfe. Diese sind ü b e r a l l zu finden - ob an Taschen, Shirts, Kleidern, Hosen, Schuhen, natürlich in jeglicher Schmuckvariantion und ganz neu gibt es nun auch Bademode mit Skulls.

Ein weiterer Trend ist das Tartan-Muster. Hier sind neben den allseits bekannten und beliebten Schottenröckchen nun auch Accessoires (Arm- und Halsbänder) auch sehr in Mode.

Nach nun einigen Jahren immer spärlicher gewordener Flokatiaufkommen, sind Mäntel, Jacken und Westen aus dem tollen Zottelstoff wieder topaktuell und gern gesehen. Sie können nun also wieder beruhigt aus den Tiefen der Kleiderschränke hervorgeholt werden.

Ein in Wien zur Zeit sehr beliebtes Teil - das Korsett - ist auf der Messe kaum auffindbar gewesen. Gerade einmal bei 1 Stand wurden Korsetts angeboten. Vielleicht ist dieser Korsett-Hype nun wieder im Abklingen oder in Deutschland einfach nicht so 'in' wie bei uns.
Ein Bereich wo ich mir dachte, dass er vielleicht heuer noch mehr boomen wird, der aber doch nicht vertreten war, ist der Japan-Style – also alles was in die Gothic Lolita Richtung geht. Vermutlich wird dieser Stil weiterhin nur auf den betreffenden Conventions präsentiert und ist in Europa noch nicht so aktuell.

Und nun zum Schluss noch für mich das kurioseste Teil, das ich unter den ganzen vielen neuen tollen Angeboten gefunden habe: Gothic-Gummistiefel! Diese Schuhe werden in den diversesten Mustern angeboten, wie z.B. im Tartanstil, mit Pünktchen und natürlich auch mit Skulls. Ob und wie stylisch diese Schuhe z.B. zu einem Minirock aussehen, lasse ich mal dahingestellt…

(Black Angel)
 
 
 
Zum Abschluss unseres doch sehr umfangreich gewordenen Berichts hab ich für Euch noch eine kleine Auswahl der Aussteller zusammengestellt, die mich besonders angesprochen haben. Die Liste ist bestimmt nicht vollständig, jeder einzelne Stand hätte es eigentlich verdient, hier erwähnt zu werden! Aufgrund des umfangreichen Angebots ist das aber leider nicht möglich - sorry! Hiermit also meine rein subjektive persönliche Liste:
 

Aderlass / Mode Wichtig :

Das Kultlabel war mit einem riesigen Stand und einer tollen Auswahl an neuesten Modellen vertreten. Punkige und typische Electro- Outfits dominierten, nicht nur im klassischen Schwarz, Streifen und Karos in Rot, Weiß oder Blau sorgen für die zusätzliche Qual der Wahl! Perfekte Outfits für eine lange, lange Nacht…

 

Erlkönig :

Den Schwerpunkt der Produktpalette stellen die historischen Gewandungen dar – absolut sehenswert! Detailverliebt und wunderschön gearbeitet.

 

Headrazor :

Haare, Haare, Haare – in allen nur vorstellbaren Varianten. Die drei Ladies am Stand zeigten auch sehr anschaulich, wie die Haarteile am lebenden Objekt aussehen!

Laughing Vampire – Jekatex BV :

Gothic Mode für die „Samtfraktion“ unter uns – lange Samtkleider, Gehröcke und Capes im Vampir Stil.

 

Lazell Fashion :

Sehr tolles und umfangreiches Schmuckangebot – vor allem die üppigen Colliers und Tiaras sind ein besonderer Eyecatcher!

 

Manic Panic NYC :

Bieten alles Mögliche, um der Natur etwas unter die Arme zu greifen: Perücken, Make Up, Haarsträhnen, usw. Die Produkte sehen nicht nur im Online Shop toll aus, sondern auch im wirklichen Leben!

Phaze :

Riesenauswahl aus dem Bereich Fetisch und Gothic – glamourös und vor allem sehr sexy…

Unbedingt in die Website reinschauen!

Queen of Darkness :

Schwarze Girlie- und Electro-Outfits, viel Schottenkaro, Kilts und Röcke für Männer sowie nette Accessoires – es darf getanzt werden!

 

Sargbett.com :

Das ultimative Möbelstück für die Kinder der Nacht! Es sieht nicht nur genial aus, sondern ist auch außerordentlich bequem (und der Sargdeckel vertreibt sogar die ungebetenen Sonnenstrahlen nach einer langen Nacht…)

 

Scream Queen :

Wow – die sehr extravaganten Modelle lassen sich beim besten Willen in keine der üblichen Kategorien einreihen. Punk, Glamour und Fantasy sehr innovativ kombiniert!

 

Sinister :

Die Niederländer boten ein umfangreiches Angebot an Gothic Wear – verschiedenste Petticoats, aufwändig verarbeitete Röcke und Kleider, Samtmode und vieles, vieles mehr: Perfekt für den „großen Auftritt“ im klassischen Stil!

 

Slacks Fashion:

Hatten auf der Messe eine große Auswahl an Korsetts aber sind auch durch ihre Fetischoutfits und wunderschönen Kombinationen im viktorianischen Stil aufgefallen. Die Teile werden übrigens im eigenen Atelier hergestellt!

 

TRIPP NYC :

Rock n' Roll und Punk made in USA – frisch und neu ist der Stil der New Yorker! Retro-Look im neuen Kleid, sehr innovativ und teilweise mit viel Mut zur Farbe. Sehr schöne Teile – vor allem auch für Männer!

 

Ultratex –Clothing / Splashirts :

Neben sehr netten Shirts stach vor allem die Punkpirates Beachware ins Auge – die äußerst süßen Bikinis wurden auch bei der Fashion Show live vorgeführt…

 

(Justine)
 
 
 
 

Spirit of Fashion - The Other Fashion Show

21. bis 23. Jänner 2005, Berlin Spandau

 
 
Vom 21. bis 23. Jänner wird Berlin mit der Modemesse Spirit of Fashion im Mittelpunkt der internationalen Fashionszene stehen – fernab vom Mainstream wird heuer bereits zum 3. Mal gezeigt, dass extravaganter Szenestyle auch im deutschsprachigen Raum ein namhafter Fixpunkt geworden ist. 150 internationale Aussteller werden ihre ausgefallenen Kollektionen aus dem Bereich Dark Fashion, Punk, Rock N' Roll, Fetish, Glam Rock, Army, Industrial, Biker- und Westernstyle präsentieren. Neben etablierten Labels werden auch Jungdesigner die Möglichkeit haben, der internationalen Fachwelt und Presse die neuesten und innovativsten Kreationen der Independent Modeszene vorzuführen.
 

Man kann eigentlich nicht oft genug auf die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung hinweisen: Jeder Liebhaber der genannten Stilrichtungen weiß, dass die Spirit of Fashion eine außergewöhnliche Gelegenheit ist, Szenemode in einem solch großem Rahmen erleben zu dürfen! Abgesehen von diversen Festivals mit den doch meist zahlreichen Verkaufsständen der namhaften Labels und Händler inkludiert Mode aus dem Independent Bereich ja zwangsweise die Schwierigkeit der Marktpräsenz!

Fernab vom Mainstream bedeutet meist, dass man nur einen kleinen Bruchteil der neuesten Kollektionen in den ortsansässigen Shops mit eigenen Augen zu Gesicht bekommt, sofern man nicht das Glück hat, in einer Stadt zu leben, in der eine erhöhte Szeneshop-Dichte gewährleistet ist!

Es bleibt also zu hoffen, dass auf der Messe viele neue Kontakte geknüpft werden und letztendlich der Endverbraucher viele Stücke aus den neuen Kollektionen in den Shops wieder finden wird.

Glamour und Extravaganz – 21. bis 23. Jänner in Berlin! Wir freuen uns schon darauf, Euch ausführlich darüber berichten zu können…

 

 

(Justine)
 
___________________________________
 

Hilfe!!!

Das Wochenende naht, und wieder nichts anzuziehen...

 
 
Eine typische Wochenendszene an einem Samstag Abend vor dem Kleiderkasten bzw. Spiegel: Wir haben uns mit Freunden zu einem gemeinsamen Abend verabredet und sind schon wieder unter Zeitdruck. Es stellt sich, wie so oft, die Frage was ziehe ich nur an. Hilfe! Ich habe nichts Passendes und in allen möglichen Kombinationen, die ich probiere, sehe ich wieder einmal schrecklich aus. Mittlerweile liegt der halbe Kasteninhalt im Schlafzimmer verstreut herum. In allen meinen Sachen fühle ich mich heute einfach unansehnlich und dick. Wieder einmal habe ich das Gefühl nichts zum Anziehen zu besitzen (obwohl mein Kleiderkasten überfüllt ist und ich dringend ausmisten sollte). Das kennen sicher einige von uns …
 

Also beschließe ich, bald wieder eine notwendige Shoppingtour zu unternehmen. Mich zieht es als erstes auf die Wiener Mariahilferstraße, da man dort meistens die größte Ausbeute erzielt. Jetzt kommt es noch auf den momentanen Kontostand an, wo ich zuerst hinschaue.

Als kostengünstigere Varianten bieten sich die billigeren Modeketten wie z.B. H&M, C&A, Orsay oder Pimkie an. Man findet dort immer wieder schwarze Kleidungsstücke, die preislich in Ordnung und auch nett zum Ansehen sind, nur leider trifft man dann des öfteren beim Ausgehen Leute mit der selben Gewandung. Das sehe ich persönlich etwas als Nachteil an, wie einige andere sicher auch! Man findet dort meist eher schlichtere Sachen, wie schwarze Röcke, Blusen und Shirts. Wenn man ein begabtes Händchen hat, kann man diese Kleidungsstücke auch kreativ abändern, um ihnen eine persönlichere Note zu verleihen. Seit einigen Monaten gibt es in diesen Läden auch hübsche Accessoires wie Handschuhe, Armstulpen oder Gürtel, die wirklich sehr schön sind. Leider wird man nicht bei jeder Shoppingtour fündig. Man muß einfach immer wieder vorbeischauen und des öftern kann man doch ein kleines „Schnäppchen“ machen.

Ausgefallenere Mode finden man in Wien bei Nexus oder Diarchy. Dort gibt es immer wieder schöne und vor allem ausgefallene Sachen in den unterschiedlichsten Materialien. Die Auswahl reicht von Baumwolle, Spitze und Jersey bis zu Lack, Latex und Plastik. Man kann dort wirklich tolle Sachen erwerben, muß dabei aber meistens tiefer in die Tasche greifen. Dafür zahlt es sich aber in den meisten Fällen aus, da man dann beinahe „Einzelstücke“ besitzt. In diesen Geschäften findet man natürlich auch Accessoires, von der ausgefallenen Handtasche bis hin zu Schmuck. Alternativen findet man auch in einigen Sexshops sowie bei Tiberius. Doch auch hier bewegt sich die Preislatte in höheren Regionen…

Eine andere Variante sind natürlich die diversen Onlineshops. Sie haben den Vorteil, dass man das Haus nicht verlassen muß und gemütlich in aller Ruhe suchen kann. Man hat eine wirklich riesige Auswahl und fast alle Bereiche werden abgedeckt. Aber dabei tun sich leider auch mehrer Nachteile auf, oft sehen die Stoffe anders aus als im Prospekt und außerdem weiß man vorher nie genau, ob es passt. Auch die Versandkosten, oft auf mehrere Pakete aufgeteilt und aus dem Ausland, sind nicht immer billig.

Oftmalig kommt noch eine lange Wartezeit dazu, dabei ersehnen wir die neuen Kleidungsstücke doch schon so sehr und würden sie gerne anziehen!

 

Übrigens, das geeignete Schuhwerk zu finden ist meiner Meinung nach eine sehr große Marktlücke in Wien! Aber darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen…

Für die männliche Bevölkerung ist es leider noch etwas schwieriger, etwas Passendes zu finden und die Frustrationslatte liegt dadurch auch oft viel höher als beim weiblichen Geschlecht.


Wenn man nach extrem ausgefallen Stylings strebt und seinen persönlichen Stil mit kommerziellen Stücken nicht umsetzten kann, dann sollte man sich zu Nadel und Zwirn begeben und versuchen, seine eigene Kollektion zu entwerfen. Den Ideen sind dabei dann wirklich keine Grenzen gesetzt...

 

Auf ein erfolgreiches Shoppen!                                             

                                                                                                                                                                                                                        

 

(Morrigan)
 
___________________________________
 
 

Rückblick: Creakademie Burda

München 11. bis 14. November 2004

 
 
Mit Händen gestalten: lautete das Motto der europäischen Messe für kreative Freizeitgestaltung, die von 11.-14. November 2004 in München stattfand. Bisher tourte das Messekonzept der Creakademie seit 6 Jahren durch Belgien, Frankreich und die Schweiz und machte nun erstmalig auch in Deutschland halt.
 

Das Angebot der verschiedensten handwerklichen Freizeitbeschäftigungen war breit gefächert und hatte für jedermann und besonders jederfrau genügend zu bieten. So waren Stände zu den Themen Patchwork und Quilten, Malen, Puppen- und Teddybärenbasteln, Nähen, Stricken, Sticken, Modeschmuck, Mosaike, Dekorieren, Teppichknüpfen und vieles vieles mehr anzutreffen.

 

Auch zum Mitmachen gab es eine Vielzahl von Workshops, wo Profis verschiedenste Techniken, Tipps und Tricks zeigten und erklärten. Man konnte unter anderem bei folgenden Workshops selbst kreativ mitwirken: Halsketten aus Perlen, Passepartout-Karten, 3D-Kollagen, Windlichter, Puppenmachen, Homedekoration mit Lampen, Kerzenverzierung, uvm.

 

Besonders toll fand ich die Patchwork-Ausstellung von 30 Quilts. Diese Kunstwerke stammen von 2 Künstlerinnen, die mit diversesten Materialien (Stoffen, Bänder, Borten, …) die wundervollsten Bilder zauberten. Diese Werke erstrahlten in den verschiedensten Farben und Stilen und konnten sogar käuflich erworben werden.

 

Diverseste Kostbarkeiten und Schätze für den Bastelliebhaber gab es bei den einzelnen Ständen zu kaufen. Man fand z.B. hübsche ausgefallene Knöpfe, Glitzersteinchenbügelbilder, Stickmotive, Puppenbastelzubehör, Teddybärchen, Wolle, Stoff und Borten zum Patchworken, Bastelkleber, etwas Nähzubehör, Stempel und Motiv-Locher (sehr aktuell und begehrt, speziell für Weihnachtskarten und –Deko).

 

Ein negativer Punkt dieser Messe war jedoch, dass in sämtlichen Prospekten und Homepages die Rede von Themendörfern bzw. Schwerpunkten war, die in München leider nicht zustande kamen. Es wären die Stände planmäßig in Themengruppierungen beisammen gestanden, was für die Übersichtlichkeit recht angenehm gewesen wäre.

 

Obwohl das Angebot sehr breit gefächert war, fehlten mir einige Handarbeitsbereiche, für die ich mich näher interessiert hätte. Man konnte leider keine Präsentationen von Seiden- und Hinterglasmalerei, Töpferei, Basteln mit Fimo, Arbeiten mit Krakelier- und Serviettentechnik, Calligraphie und Gestaltungsmöglichkeiten mit Windowcolour finden. Nicht ganz passend für die Kreativmesse fand ich hingegen das Tupperware-Angebot und den Blumenzwiebelstand. Bei diesen beiden habe ich die Kreativität nicht ganz nachvollziehen können.

 

Freitag und Samstag gab es als besonderes Highlight die Burda Modeschau. 80 aktuelle Herbst/Winder Modelle (aus Verena & Burda) wurden in einer 40-minütigen Show präsentiert. Die Kollektion umfasste elegante Damenkleidung, sportlichere Outfits, Abendrobe und auch einige Männer- und Burda-Plus-Modelle. Es war eine recht bunte Show (nur sehr wenig für den Gothic-Bereich ;-)), jedoch zeigte die Mode diversesten Materialien und Muster. Alles in allem war die Messe interessant und man lernte auch weniger und noch nicht bekannte Handarbeitsaktivitäten kennen, die zum Teil weiteres Interesse hervorgerufen haben.

(Black Angel)

___________________________________
 

Sag zuerst 'Ja', dann sag ich dir, worum es geht.

Morrigan über die zähe Kreativität des Nähens (13.11.04)

 
 
Vor kurzem wurde ich von „Schwarzes Wien“ gefragt, ob ich beim Lifestyle Channel mitwirken möchte. Natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut, gefragt worden zu sein und so schreibe ich hiermit meinen ersten Bericht, meine Gedanken und einen Rückblick zur Modenschau vom 25.Oktober. Ich für meiner Person habe das Alter von 30, ebenso wie der Herr von und zu Hohenstaufen, auch schon überschritten, fühle mich jedoch nach wie vor recht jung und besuche noch immer gerne einige schwarze Feste. Der Wunsch Kleidungstücke selbst zu nähen hat den Ursprung bei meiner Mutter.
 

Sie ist gelernte Schneiderin und da konnte ich als Kind schon viel bei ihr sehen und natürlich lernen. Mit der Zeit habe ich dann selbst zu nähen begonnen, es später aber doch wieder bleiben lassen, da meine fertigen Stücke nicht immer so gelangen wie ich es mir in meinen Träumen vorgestellt hatte. Doch dank der Inspiration von Black Angel und der hohen Frustration in Wien kaum schöne und etwas ausgefallenere Teile zu vernünftigen Preisen ergattert zu können, hat sich das Ganze wieder geändert. Also packte ich meine Nähmaschine und meine verschütteten Kenntnisse wieder aus, um aufs Neue eigene Sachen herstellen zu können.

 

Im Sommer wurde ich von Black Angel gefragt (Zitat Black Angel: Sag zuerst ja, dann sage ich Dir worum es geht) ob ich bei einer Modenschau kreativ mitwirken möchte und habe spontan zugesagt. In den Wochen dananch hatte ich es zeitweise doch bereut, da ich Zeit und Arbeit etwas unterschätzt hatte. Am Beginn überlegte ich lange, welche Teile ich dafür nähen werde und wo ich noch die geeigneten Stoffe dafür herbekomme. Jetzt, im Nachhineinen gesehen, hätte ich vielleicht doch etwas anderes nähen sollen. Selbst ist man halt selten mit seinen eigenen Werken zufrieden.

Aber so ist das und vor allem so bin ich. ;-)

 

Danach ging es an die Fertigstellung. Zu Beginn mit sehr viel Euphorie und Spaß, aber je näher der anstehende Termin rückte, desto streßiger wurde das Ganze. Meine letzten Tage bestanden fast nur mehr aus Arbeiten und Nähen, was sich natürlich auf den Spaßfaktor auswirkt und in einer grantigen Morrigan geendet hat. Am Tag der Modenschau stellte sich bis zum Abend ein ansteigendes, relativ ungutes Gefühl im Magen ein. Ich musste mir eingestehen, dass ich dann doch immer nervöser wurde, denn: Ich stehe alles andere als gerne im Rampenlicht.

 

Den Abend verbrachten wir mit Proben und es wurde bis zum bitteren Ende an den Teilen gearbeitet. Gegen Mitternacht kam endlich der große Auftritt. Ich war sehr überrascht und beeindruckt wie groß das Interesse der Wiener dunklen Bevölkerung an selbstgenähter Mode ist. Es war sehr toll und hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Danke an Black Angel für deine Organisation! Ich konnte dabei so viele Erfahrungen für mich sammeln, dass ich jetzt weiß was ich beim kommenden Mal besser machen kann. Derzeit bin ich wieder mit Überlegungen für neue Teile beschäftigt, teste neue Ideen und übe mich in Perfektion :-)

 

Fazit: Es war für mich eine tolle Erfahrung, hat super viel Spaß gemacht und ich möchte mich bei allen bedanken, die sich auf den Weg ins U96 gemacht haben und uns mit soviel Applaus und Bewunderung belohnt haben. Tiefe Verbeugung!

(Morrigan)

___________________________________
 

Rückblick: Dark Fashion Show

U 96 25.Oktober 2004

 
 
Es ist schwer über ein Event zu schreiben, an dem man selbst unmittelbar mitgewirkt hat. Die Rede ist von der Dark Fashion Show am Montag, dem 25. Oktober 2004, im Wiener U 96. Als Black Angel vor wenigen Monaten die Idee hatte, eine Modeschau zu organisieren, bei der junge Designerinnen ihre selbst kreierte Mode präsentieren, ahnte ich noch nicht, was für ein Gefühl es sein musste, sich im gleißenden Licht eines Laufstegs zu präsentieren. Und zugegeben, ich muss gestehen: Es war wunderbar. Und ich glaube, Mankale, mein männlicher Konterfei, gibt mir recht.
 

An diesem Abend zeigte sich wieder einmal, wie wunderbar und charmant das Wiener Publikum sein kann. Und wenn ich ehrlich bin: die fünf Designerinnen, die bis zur letzten Sekunde (keine Übertreibung) an ihren Kreationen gearbeitet haben, haben auch das beste Publikum der Welt verdient. Denn ihrem Einsatz, ihrer Kreativität, ihrer Phantasie und ihrem Talent ist zu verdanken, dass die Wiener Szene um ein innovatives Event reicher ist. Nicht zu vergessen sind natürlich die beiden Helferinnen Lilith und Sy, die uns beim An- und Auskleiden zu Seite standen. Ebenso gilt der Dank Cue für die tolle Musik und die Regie hinter den Kulissen. Allem in allem, ein wirklich gelungener Abend, der nicht nur uns, sondern auch hoffentlich dem Publikum wirklich Spaß gemacht hat. Danke Black Angel!!

(Hohenstaufen)

Dark Fashion Show - Die Fotos

PS: Die Dark Fashion Show wird eine Fortsetzung erfahren. Wann, das ist aber noch nicht verraten.

 

 
 
 
 
 
 
 
 











 
 
 

Kontakt
Impressum