M itte Juni ist es endlich wieder soweit - der Sommer beginnt. Viele Festivals treiben uns wieder mit Zelt und Co auf die Felder und Wiesen Österreichs. Eines der begehrtesten Festivals ist das Nova Rock, welches in die zweite Runde geht. Wie im Vorjahr findet es vom 15. – 17. Juni 2006 im burgenländischen Nickelsdorf statt. Heuer jedoch auf den „PANNONIA FIELDS II“, sprich das Festivalgelände ist um einige Angebote erweitert worden. Hier für euch eine kleine Vorschau auf das Festival...

Nova Rock 2006, 15. bis 17. Juni "Pannonia Fields II" Nickelsdorf

Punktgenau im schwarzen Mainstream

 

Da in den letzten Jahren die Sommer-Festivals wie Pilze aus dem Boden wucherten, wagten sich die Veranstalter des Nova Rock einen klugen Schritt nach vor und fischten kräftig in den schwarzen Mainstream-Gewässern. Sie mischten geschickt schwarze Headliner wie Placebo, Subway to Sally, Die Krupps, Unheilig und The Sisters of Mercy in das ansonsten recht bunte aber sehr ordentliche Line-Up des Festivals. So locken unter den 50 Bands vor allem Metallica, Guns ’n Roses, Tool, Massive Attack und Queens of the Stoneage die breite Massen.

Ein weiterer Unterschied zum Ersten Nova Rock besteht heuer wohl auch darin, dass es heuer zwei Bühnen (Blue Stage und Red Stage), eine Video Wall, mehr Campingmöglichkeiten und ein größeres Angebot an Bands gibt.

Weiters gibt es erstmals einen offenen Grillplatz, der für jeden zugänglich ist. Griller braucht man nicht mitzunehmen, denn die werden von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt. Als weiteren Pluspunkt sind dieses Jahr auch behindertengerechte Sanitäranlagen, Podeste gegenüber der Bühnen und eigene Campingareale vorhanden.

Es bleibt zu hoffen, dass bei all dem Engagement der Veranstalter uns das Nova Rock auch die nächsten Jahre noch erhalten bleibt. Der Schachzug große Headliner der schwarzen Szene mit unters Line-Up zu mischen lässt die Chancen auf ein DaCapo nächstes Jahr auf alle Fälle deutlich steigen. Wir würden es uns wünschen.

In diesem Sinne: Viele Spaß auf dem schwarzbunten Nova Rock! 

 
 
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Da  war er nun, Andy LaPlegua aka Combichrist, kantiges Symbol und strittige Leitfigur der so genannten „New School“ innerhalb der schwarzen Szene. Kaum einer polarisiert mehr als er. Zu platt, zu oberflächlich, raunzen die einen; die neue Schule des Electro jubeln die anderen. Fest steht, dass Mr. Combichrist Musik macht, die in die Beine geht. Und fest steht auch, dass dieser Herr verdammt gut aussieht und somit fast im Handumdrehen zum Idol und Kultfigur wird. Man mag zu seiner Musik stehen wie man will, aber sie hat Energie und Kraft und unmittelbar kommt rüber, was dieser Mann sagen will. Direkt und knallhart. Und auf den Punkt gebracht. So wie das Konzert am letzten Donnerstag im Monastery.
 

Elektrogewitter über Wien am 8. und 9. Dezember 2005

Combichrist, Tactical Sekt & Painbastard

 

Doch bei aller Wucht, die mir Herr Plegua entgegenschleuderte muss ich gestehen, dass mir das Konzert beim diesjährigen M'era Luna um einiges besser gefallen hat. Na ja, Kunststück – wer vergleicht auch schon den Hangar mit dem Monastery. Dennoch: auf mich wirkte LaPleague ein wenig müde, vielleicht sogar unsicher. Ich weiß es nicht. Vielleicht lag es auch an mir. Und der tosende Applaus der Besucher straft mich wahrscheinlich ohnehin Lügen. Zuvor gab Vicious Dreams den Support. Musikalisch mit mehr Variationen, mit mehr Mut zum Neuen. Im Großen und Ganzen also ein netter Electro Abend, auch wenn ich irgendwie mehr erwartet hätte. Dafür war die Aftershow-Party ein feiner Ausklang, der mir den nächsten Arbeitstag mit einem sehr schweren Auge bescherte. Soviel zum ersten.

 
 
Zum zweiten traten Tags darauf Painbastard und Tactical Sekt in der Sargfabrik im Rahmen des Headhunter Revenge auf und trafen voll ins Schwarze. Obwohl Painbastard mich bislang eher wenig überzeugte, begeisterten sie mich live vom Anfang an. Dass Tactical Sekt mit einem Schlag aber selbst Painbastard in Spielfreude und Energie an die Wand spielten, damit hatte ich nicht gerechnet. So müssen Electro-Konzerte sein. So und nicht anders! Dass die Zugabe der völlig fertigen Jungs von Tactical Sekt ein Duett mit Painbastard war, machte mich glücklich strahlen. Nun denn, ein feines elektronisches Wochenende, dass wahrscheinlich nicht nur mich müde in den Dezembermorgen entließ. Wäre schön, wenn es mehr von dieser Sorte geben würde. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden. Wofür haben wir schließlich das Christkind.
(Hohenstaufen)
 
 
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Während man in den letzten Monaten schon fast glauben konnte, das Wiener Publikum hätte immer weniger Lust fortzugehen, wurde man letzten Samstag angenehm überrascht! Denn wen es nicht auf den Rathausplatz oder zum Griller in den Garten gezogen hat, konnte letzten Samstag in der Szene Wien eine Kombination aus beidem erleben und mit allen Sinnen genießen.
 

A Gothic Summernight

Szene Wien, 16. Juli 2005

 

Gegen viertel zehn gab die Formation PRIXS ihr Debüt. Die Mannen rund um Helmut Prixs gaben sich bei gemütlichem rockigem Wave die Ehre. Rund eine Dreiviertelstunde lang konnte man der sentimental depressiven Stimme von Helmut Prix lauschen und sich in eine Klangwelt fernab von Sharon Next entführen lassen. Man darf auf jeden Fall gespannt sein wie sich PRIXS weiter entwickelt, vorallem da sich die Band sehr zufällig entwickelt hat - und Zufälle im Grunde ihrer Existenz ja das Leben beherrschen.

Nach einer kurzen Pause und im Gegensatz zu seinem Freitagskonzert, ließ Günter Bauer mit seinem Projekt VIOLATION OF SOUND die Seele diesmal in rythmischen Ambient eintauchen. Wie schon bei PRIXS war es auch bei VIOLATION OF SOUND sehr schön, das Konzert gemütlich auf Heurigenbänken mit Bier und Gegrilltem zu verfolgen.

Auch wenn der eine oder andere Korsettgeschnürte Magen sich nicht für Gegrilltes entscheiden konnte, bliebt nichts von dem 3 Euro all you can eat Grill-Buffet über. Nach den Konzerten konnte man noch in Ruhe weiterplaudern oder auch ein wenig Tanzen. Obwohl die Bar in der Szene nicht gerade sehr einladend zum Tanzen ist, ließen es sich viele nicht nehmen trotzdem mit aller Lässigkeit das Tanzbein zu schwingen.

Das Konzept, an der frischen Luft, jedoch ohne Open Air Charakter, einen schönen Abend zu verbringen ist definitv aufgegangen. Es wurde mit einer Gemütlichkeit die ihresgleichen sucht sehr genossen. Man konnte alte Freundschaften wieder neu entdecken, neue Bekanntschaften in aller Ruhe schliessen oder einfach nur in Ruhe plaudern. Ein Abend der einfach nach einer Wiederholung schreit, da ist man sich einig. An diesem Abend wurde eine Stimmung, die man auf vielen schwarzen Veranstaltungen vergeblich sucht (und die auch nur an warmen regenfreien Tagen möglich ist) neu geboren.

(Guido)

 

 

A Gothic Summernight

http://www.cue-entertainment.biz

 

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Von 15.7 - 16.7.2005 hat bei Wr. Neustadt das Cirque Open Air stattgefunden. Wir fanden uns freitags dort ein, um Euch davon zu berichten. Die Römergrube ist ein sehr ansprechendes Gelände, das in einem kleinen Waldstück eingebettet liegt. Eine mittelgroße Bühne ist im Freien, aber auch bei schlechtem Wetter gibt es die Möglichkeit die Konzerte auf einer kleineren überdachten Bühne abzuhalten. Ebenso befinden sich auf dem Gelände einige mit Holz überdachte Stände mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, wo man recht kostengünstig Getränke und auch einige Speisen erwerben kann. Es gibt die Möglichkeit auch außerhalb des Geländes zu campen, doch dafür haben mir persönlich die geeigneten sanitären Einrichtungen gefehlt.
 

Cirque Open Air

Römergrube Willendorf, 15. bis 16. Juli 2005

 

Leider fanden sich freitags nur eine handvoll Besucher ein, was mich sehr traurig stimmte! In der letzten Zeit und nach einigen Festivalbesuchen tauchen bei mir verstärkt immer wieder folgende Fragen auf:

Warum sind szenetaugliche Festivals und Open Airs in Österreich schlecht bis kaum besucht? Liegt es am Wetter, am Preis- Leistungsverhältnis oder doch an der mangelnden Werbung seitens der Veranstalter? Sind etwa mässige bzw. nicht ansprechende Line-Ups oder mangelnde Organisation daran schuld? Der schlimmste Fall wäre, dass wir vom derzeitigen Angebot einfach übersättigt sind, was ich aber nicht hoffe, aber insgeheim befürchte…Vielleicht ist es auch die Mentalität vieler Österreicher, die kaum mit einem gebotenen Fest zufrieden sind und auch kaum eine kilometerlange An- und Abreise auf sich nehmen wollen. Aber dagegen spricht ja schon, dass sich viele auf den Weg nach Leipzig machen um jedes Jahr aufs Neue das WGT erleben zu können! Oder spielt sich die schwarze Szene in Österreich doch nur ausschließlich in Wien ab? Damit wäre das Scheitern eines Festes außerhalb Wiens doch schon vorprogrammiert.

Ich finde diese Entwicklung sehr traurig, denn so können Veranstalter kaum ihren Weg schaffen, da sie sich nur in Unkosten stürzen und vieles würde uns dadurch verschlossen bleiben. Somit müssen wir vielleicht in Zukunft eine noch viel längere Anreise auf uns nehmen, um szenegeeigente Festivals und Konzerte besuchen zu können. Ich hoffe inständig und wünsche mir, dass sich diese Entwicklung bald wieder ein eine andere Richtung bewegt und das viele Veranstalter ihre Verbissenheit und Motivation nicht verlieren.

 

Somit freuen wir uns schon aufs kommende Mera Luna, auf tolle überfüllte Konzerte mit bebender Stimmung, enormer Hitze und einer sehr langen Anreise.........

(Morrigan)

 
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Mir fehlen, wenn ich ehrlich bin, ein wenig die Worte, um einen ordentlichen Artikel über das Carpe Noctem in Wiesen zu schreiben. Warum? Nun ja, vielleicht weil ich im Zwiespalt bin. Lag es an den Bands, am gemischten Programm? Wohl kaum, denn man konnte sowohl Freitag also auch Samstag fulminante Auftritte von Covenant oder Subway to Sally erleben, wenngleich auch Lacrimosa, Apoptygma Berzerk oder Projekt Pitchfork eher gedämpfte Performances abgeliefert hatten. Aber: Das ist doch nichts Ungewöhnliches, gute Auftritte, die gefinkelt zwischen schwächeren hervorlugen. Das ist doch der Reiz von Festivals. Was war wirklich anders in Wiesen? Woher dieser Zwiespalt?
 

Carpe Noctem Festival

Zipfer Zone Wiesen, 8. bis 9. Juli 2005

 

Gut, ich spreche es offen aus. Es ist die Dominanz der Wiesen-Touristen, die grölend und rempelnd sich selbstsicher unters schwarze Volk mischten – besonders am Freitag. Ein Lacrimosa Shirt ist rasch übergestülpt, die zwei Finger zum teuflischen Gruß sind bald erhoben – aber im Innersten sehnen sie sich doch nur nach den abgelutschten Gutmenschen-Weisheiten ihrer Forestglade-Combos. Ich will hier nicht sagen, dass ein rein schwarzes Publikum besser ist, als jenes auf dem Forestglade – aber ich persönlich habe einfach die Nase voll, mich ständig vor sich kaum auf den Beinen haltenden Burschen und Mädels in Acht nehmen zu müssen, die einem in einem fort Schwachsinn ins Gesicht rotzen. (Und das hat meiner Ansicht nichts mit dem viel zitierten Mischprogramm zu tun, sondern vielmehr mit Anstand und Würde – egal ob schwarz, weiß oder gescheckt.)

Der Niedergang der Kulturen beginnt dort, wo wir uns am wenigsten beobachtet fühlen. Und für manche ist Wiesen leider zum verlängerten Wohnzimmer geworden. Nun denn: für mich war das Carpe Noctem – wie gesagt – ein Zwiespalt. Teilweise hervorragende Performances und Shows gepaart mit durchwachsener Dorfzelt-Stimmung. Dennoch: Ich hoffe, dass sich die Veranstalter nicht klein kriegen lassen und nächstes Jahr wieder auf ein Capre Noctem setzen. Das Publikum kann man sich schließlich meist nicht aussuchen. So wie das Wetter. Aber vielleicht scheint ja nächstes Jahr die Sonne, und das im doppelten Sinne!

(Hohenstaufen)

 

Wiesen Festival & Concerts

http://www.wiesen.at

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Dass Bands wie xotox, Kiew oder Implant im beschaulichen Steyr spielen, ist an und für sich schon eine Kuriosität an sich. Dass aber gleich Österreichs größtes Electro- und EBM-Festival im oberösterreichischen Steyr stattfindet ist nicht nur bemerkenswert sondern auch mutig. Denn – Hand aufs Herz – trotz des feinen Electro-LineUps blieben die erwarteten Zuschauerströme leider aus. Woran es lag, wird wohl schwer festzustellen sein. Eines steht aber fest: Wer nicht in Steyr war, hat wirklich ein großartiges Wochenende versäumt.

Headhunter 2005

Steyr, 24. - 25. Juni 2005

 

So gab es neben den großen Namen wie xotox und Kiew mit Seelenriss und Viscous Dreams auch einige wunderbare Newcomer in Steyr zu sehen. Am meisten beeindruckt war ich allerdings von Simple Shelter. In unseren Breitengrader sicherlich ein absolut Unbekannter. Auch wenn das Debut-Album eher schwer zugänglich ist: der Live-Gig war schier einzigartig. Wie einst Miles Davis, wandte sich Joshua Bradford lässig mit dem Rücken dem Publikum zu und legte (!) sich wohl gebärend auf die Monitorboxen, um seine kunstvoll arrangierten Visuals mit Gitarre und einem großartigen Gesant zu kommentieren. Musik und Video flossen so liebevoll-provokant ineinander und hinterließen eine sphärische Dichte, die ich selten bei einem Konzert erlebt habe. Als bei der letzten Nummer die Technik leider kurz schlapp machte, stellte sich Herr Bradford einfach vor das Publikum und agierte spitzbübisch souverän wie einst Billy Bragg – ein Mann mit seiner Gitarre. Mit einem Wort: Simple-Shelter allein, wäre schon der Weg nach Steyr wert gewesen.

 
Unvergesslich bleiben auch die Auftritte von Centhron und xotox. Erinnerten Centhron streckenweise an die alten Rammstein (nur härter), so zeigte xotox innerhalb weniger Sekunden, wo zur Zeit der Electro-Hammer hängt. Das beste Konzert kam meiner Meinung nach aber eindeutig von Kiew - inszeniertes Electro-Theater, eingespielt mit herkömmlichen Instrumenten: das ist schon etwas Feines und sehr Großes. Und wer „Diskette“ mal vom E-Bass begleitet gehört hat, der weiß wovon ich spreche. Tiefe Verbeugung!  
 
 

Eine tiefe Verbeugung den Künstlern,

Bands und VJs...

 
 
Insgesamt waren alle Auftritte an beiden Tagen aber absolut sehens- und hörenswert. Und auch wenn die Zuschauerzahl wirklich nicht berauschend war: den Performances der Bands merkte man das nicht an – im Gegenteil. Kurzum: es ist wirklich schade, dass den Veranstaltern wahrscheinlich ein dickes finanzielles Minus übrig bleiben wird und den zahlreichen Helfern wohl geringer Dank. Aber vielleicht hilft an dieser Stelle ja ein wenig Trost: Den Mutigen gehört die Welt! Und wer in seiner Jungend nichts wagt, der wird im Alter nichts gewinnen. In diesem Sinne: Vielen Dank für dieses wunderbare Wochenende und vielen Dank allen Helfern, Organisatoren, VJS, Künstlern, Bands und Köchen. (Und natürlich auch allen Berts!!). Auf ein neues Headhunter! Denn: Der Gewinner unterscheidet sich vom Verlierer nur durch eine Tatsache: Er steht einmal öfters auf!
 

... und all denen, die Headhunter möglich

gemacht haben.

(Hohenstaufen)

 

Headhunter 2005

http://www.head-hunter.at

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Im Rahmen des Headhunter-Festivals gab am Samstag die Wiener Electroband Seelenriss ihr Debüt. Wir waren schon ganz gespannt und wurden mit guter elektronischer Musik und verzerrtem Gesang belohnt. Das Electroprojekt Seelenriss wurde von Marius Markl und Philipp Herbert gegründet. Als unterstützende Live-Keyboarderin wurde Yasmin Weiss ins Boot geholt, was ihr beim Auftritt auch sehr gut gelungen ist. Einige Wochen vor dem Debüt hat Philipp Herbert jedoch die Band velassen und das Wiener Szene-Urgestein Günther Bauer übernahm den Gesang für das Konzert.
 

Debüt: Seelenriss am Headhunter 2005

Steyr, 25. Juni 2005

 

Hut ab, dass es ihm gelungen ist, die Songs in so kurzer Zeit so gut einzustudieren!! Günther übernahm fast die ganze Performance und brachte seinen Gesang sehr ausdrucksstark und rhythmisch dem Publikum näher. Ebenso hat mir sein naher Zuschauerkontakt sehr gut gefallen. Die Songs waren teilweise abwechslungsreich und mit guten Samples verfeinert. Mit dem instrumentalen Stück Pressure schaffte es Seelenriss das elektronische Herz eines jeden Zuschauers höher schlagen zu lassen und auch das letzte Stück Tunnel überzeugt vollkommen. Leider wurde dem Publikum der wahre letzte Song, aufgrund eines Missverständnisses seitens der Tontechnik, vorenthalten. Seelenriss hat auf jeden Fall das Potential sich einen Platz in der Electroszene zu schaffen. Leider gibt es noch keine CD, aber man kann sich auf deren Homepage drei volle Songs zum Anhören herunter zu laden. (Morrigan)

 

Seelenriss

http://www.seelenriss.com

 

 

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Mit Vicious Dreams und Nature Destroyed traten gleich zwei Wiener Bands am Freitag, dem 20. Mai 2005 im Monastery auf. Das Besondere dabei: Bei Vicious Dreams handelte es sich um die Live-Premiere und bei Nature Destroyed um das große Bühnen-Comeback. Für Spannung und Neugierde war also gesorgt. Gut, beginnen wir mit Vicious Dreams, dem Electro-Projekt von Guido Holly und Claudia Mikosz. Treibende Beats, eindringliche Melodien und die kühl-leidenschaftliche Stimme von Sängerin Claudia zeigen bald, dass das Duo noch viel vorhat. Vielleicht saß am Anfang nicht jeder Ton, vielleicht muss an der Performance noch ein wenig gefeilt werden – ich persönlich genieße ja magisch distanzierte Sängerinnen - aber trotz allem gilt: für den ersten Live-Auftritt von Vicious Dreams gibt es von mir ein glattes „Sehr gut“. Für eine große Entwicklung ist also gesorgt.
 

Vicious Dreams & Nature Destroyed

Elektronische Wienerlieder im Monastery, 20. Mai 2005

 
 
Der zweite Act des Abends war Nature Destroyed. Ein Jahr ist seit ihrem letzten Auftritt im U4 vergangen. Zeit, die mehr als gut getan hat. Denn gleich zu Beginn macht Hannes Medwenitsch klar: Das ist Nature Destroyed. Und meint damit „Wir sind zurück.“ Vom ersten Moment an fühlt sich Hannes Medwenitsch (Gründungsmitglied und Ex-Keyboarder von L'Âme Immortelle) auf der Bühne wohl. Er singt nicht, er predigt, verschmilzt mit seiner Musik, mit seinen Worten. Auf weiten Strecken erinnert er mit seiner Körpersprache, mit seiner Präsenz an David Gahan. Hannes Medwenitsch ging an diesem Freitag mit Nature Destroyed knapp an den Rand des Abgrunds – aber nicht um zu springen, sondern um zu überleben. Das ist das Wesen von Kunst. Und Nature Destroyed haben bewiesen, dass man mit ihnen noch rechnen wird müssen - zumal Anfang 2006 ein neues Album erscheint (einige hervorragende Nummern durften wir ja bereits hören).  
 

Bleibt zum Schluss eigentlich nur mehr zu hoffen, dass beide Bands die viel versprechende Saat, die sie an jenem Freitag im Monastery gesät haben, recht bald ernten mögen. Aber da braucht man sich wohl keine Sorgen zu machen. Ein wundervoller Abend. Übrigens: Vicious Dreams und Nature Destroyed spielen am diesjährigen Headhunter-Festival!

(Hohenstaufen)

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Am 7.April 2005 lud die Szene zu den drei Konzerten der VNV Nation - Matter an Form Tour 2005 ein. Wir haben uns dort eingefunden, um Euch einen kleinen Bericht über diesen wirklich gelungenen Abend mitzubringen. Auftakt zu dem großartigen Abend mit VNV-Nation machten Soman. Soman war als Ein-Mann-Show vertreten, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat - ganz im Gegenteil! Über uns stehend, aber nicht auf uns herabblickend, rockte Herr Soman 30 Minuten lang auf der Bühne, das es eine wahre Freude war. Das Wiener Publikum war auch nicht faul und zeigte dem Herrn auf der Bühne schon bei den ersten Nummern, wo der Tanzhammer hängt. Alles in allem ein wirklich gelungenes Konzert, von dem man ruhig noch mehr sehen und hören hätte können. Für Interessierte und Fans gab es übrigens die extra für die Tour produzierte und im normalen Handel nicht erhältliche CD Unleash.
 

VNV-Nation, Diorama, Soman

Szene Wien, 7. April 2005

 
Nach einer geringen Zeitspange, man hatte es gerade kurz an sie Bar geschafft, wurde es ein klein wenig ruhiger in der Szene. Diorama gaben einige wenige Songs in einer guten halben Stunde zum Besten. Das Trio, bestehend aus Torben Wendt (Gesang), Felix Marc (Keyboards, Sound Inferno und Gesang) und neu, Sash Fiddler (Gitarre), spielten einige Nummern von der neuen CD. Am Beeindruckensten war die neue Nummer „The Girls“. Dabei gab es elektronischen Sound mit Gitarrenanteilen mit einem sehr schnellen Refrain - dieses Lied könnte es wirklich zu einem Clubhit schaffen. Natürlich haben die sympatischen Jungs auch ihre bekanntesten Lieder zum Besten gegeben, wie Advance und Hla, welche den Abschluss bildeten und die Stimmung noch ein letztes Mal anheitzen, bevor der Headliner auf die Bühne kam.
 

Materie und Form.

Soman und Diorama.

 
 
Nach einer erneut sehr kurzen Umbauphase war es endlich soweit. Ronan Harris und Mark Jackson kam auf die Bühne, mittlerweile war die Szene Wien randvoll. Von der ersten bis zur letzten Nummer war die Stimmung in der Halle bombastisch! VNV Nation war das erste Mal mit zwei Livekeyboarder auf der Bühne. Von den zwölf regulären Songs des Konzerts waren fünf neue Lieder, wie z.B. Arena und Endless Skies , von dem aktuellen Album Matter and Form. Natürlich fehlte es nicht an den alten Hits wie Darkangel, Rubicon und Honour 2003. Spätestens bei diesen Nummern ging die gute Stimmung auf die letzten Besucher über. Mittlerweile bebte die Szene und in den vordesten Reihen wurde viel getanzt, dass es eine Freude war.
 

Leider war der Sound am Beginn des Konzertes nicht optimal, aber die Tontechniker bekamen das Problem bis zur Mitte des Konzertes doch noch in den Griff. VNV könnte wieder mit der Sympathie und Freundlichkeit von Ronan Harris punkten, der mit dem Puplikum wieder viel redete und spaßte. Es gab noch vier Zugaben, unter anderem ein kurzes Stück mit Ronan Harris live am Keyboard. Danach, Ronan's Stimme mittlerweile schon etwas angeschlagen, verabschiedeten sie sich ganz begeistert von einem tollen und unermüdlichen Wiener Publikum! Leider haben uns persönlich noch einige wenige alte Hits wie Genesis und Epicentre gefehlt, aber man kann nicht alles haben ;-)

Fazit: Es war ein wirklich ausgezeichneter Abend! Man konnte drei gute Konzerte genießen und die Szene punktete mit einem pünktlichen Beginn und schnellen Umbauphasen, dass sogar die arbeitende Bevölkerung noch relativ früh ins Bett kam...


Man kann sich auf kommende Events freuen!

 

"...ein wirklich ausgezeichneter Abend."

(Morrigan und Mankale)

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Das Wiener Monastery veranstaltete am 19. März wieder einmal einen gelungenen Konzertsamstag! Um 22:30 war es so weit. dAVOS, das neue Project von Gerd Hall, Michael Ruin und Eric Nelson, ging als Vorgruppe zu Lights of Euphoria erstmalig live an den Start. Anders als bei Sharon Next geht es bei dAVOS nämlich flotter zur Sache und man merkt wieviel Spaß die drei Wiener damit haben. Schon ab der ersten Nummer schafften sie es das Publikum mit Leichtigkeit in ihren Bann zu ziehen. Trotz eines unverkennbaren achtziger Einflusses schafft es dAVOS eigenständig genug zu klingen, wofür auch stark der Gesang von Eric Nelson verantwortlich ist. Auch wenn bei ihm eine gewisse Unsicherheit spürbar war, konnte er beim ersten Auftritt durchaus überzeugen. Highlights des Konzerts waren „collite“ und „these days“, wobei vor allem letzeres schon beim ersten Hören zum Mitsingen animierte. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt wie es mit dAVOS weitergeht, because it's what I prefer from now on. (Mankale)
 

Lights Of Euphoria

Monastery, 19. März 2005

 

Längere Wartezeiten vor oder zwischen den Konzerten plant man mittlerweile im Monastery schon automatisch bei einem Konzertbesuch ein, deshalb war es auch nicht sehr überraschend, dass Lights of Euphoria erst nach einer etwas längeren Pause nach dem Auftritt von Davos starteten.

Die positive Ausstrahlung der Jungs sprang sofort auf das Publikum über, das bereits ab der ersten Nummer begeistert mittanzte. Treibender Dark Electro Sound mit einem großen Future-Pop Anteil, eine 100%ig überzeugende und kraftvolle Performance sowie der sympathische Charme des Sängers Jimmy Machon verwandelten das Monastery schon vorzeitig in allerbeste Electrocity-Stimmung! Der einzige Kritikpunkt einiger Konzertbesucher war die gesangliche Leistung im Vergleich zur Studioaufnahme. Meiner Meinung nach war der Gesang dennoch souverän und gut auf die Live-Performance abgestimmt, natürlich etwas rauher und ungeschliffener als im Studio, aber das wäre mir persönlich zumindest nicht als Kritikpunkt aufgefallen.

Die Setlist mit Titeln wie „One Nation“, „White Wall“, „Fading Moments“ oder „True Life“ ließ wirklich keine Zeit für Langeweile – der einzige Nachteil daran war, dass das Konzert viel zu schnell vorbei war (zumindest erschien es mir so)! Zur Belohnung gab es danach noch zwei Zugaben, nämlich zwei sehr unterhaltsame Cover-Medleys…  

                                                    

                                                                                                 

(Justine)

Lights Of Euphoria

www.lightsofeuphoria.de

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Es gibt Momente, da steht für einen Augenblick die Welt ganz still. Einen solchen Moment durften wohl die meisten Besucher am Sonntag, dem 30. Jänner 2005, im Wiener Monastery erlebt haben. Denn auf der Bühne stand niemand geringerer als Chamber – L'Orchestre De Chambre Noir oder kurz: das schwarze Kammerorchester. Wahrscheinlich ist es den Musikern rund um Max Testory gar nicht bewusst, wie fabelhaft und virtuos sie diesen Abend mit ihren wunderschönen Melodien bemalt haben, in welch schwarze Tinte sie ihn mit einem zwinkernden Lächeln getaucht haben. Um es vorweg zu nehmen: Schöner kann Musik kaum sein. Danke, wertes Orchester!

Chamber - L'Orchestre De Chambre Noir

Monastery, 30. Jänner 2005

 
Natürlich kann ich nur für mich sprechen, wenn ich das Chamber-Konzert als eines der besten Konzerte der letzten Jahre bezeichne. Unabhängig von den Songs, die einer wie der andere famos erdacht und lustvoll interpretiert wurden, ist es vor allem die Lust am Spielen, die Lust am Erzählen, die Lust an der nackten Musik an sich, die so verzaubert. CDs zu produzieren ist eine Sache oder feine Songs zu schreiben, seine Wut, Angst, Hoffnung, Freude, Trauer lyrisch festzuhalten. Diese Wut, Angst, Hoffnung, Freude, Trauer aber auch live auf der Bühne zu zeigen, eine andere. Das bin ich, das ist meine Musik. Darum geht es - direkt und ohne Kompromisse. Chamber beherrschen das eine wie das andere.
 

Die Himmel über Wien.

Voller Traurigkeit. Und voller Geigen...

 
 
Ich weiß nicht wie viele Konzerte ich in meinem Leben schon gesehen habe, aber als ich Chamber im Monastery hörte, musste ich an den frühen Nick Cave denken oder an Louis Tillett. Überhaupt erinnert mich Chamber - vor allem live - an eine Zeit, in der Bands wie Crime and The City Solution, Gun Club, These Immortal Souls oder Shotgun Wedding die deutschen und österreichischen Clubs beschallten. Lang, lang ist's her, aber es war dasselbe Live-Feeling, es war dieselbe große Musik. Danke für diesen großartigen Abend.
 

"You're my desire..."

(Hohenstaufen)

 

Chamber - L'Orchestre De Chambre Noir

http://www.chamber-online.de

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Abgesehen davon, dass ausgerechnet an diesen Sonntag Münchens Fahrpläne der Öffentlichen Verkehrsmittel umgestellt wurden und geradezu arktische Kälte herrschte, konnte nichts unsere Vorfreude auf das letzte Konzert des Elektronischen Hilfswerkes trüben. Nach längerem Fußmarsch bei dem ehemaligen Kasernenareal angekommen fanden sich schon einige Dutzend dunkel gekleidete Personen frierend vor dem Halleneingang ein.

Elektronisches Hilfswerk (EHW)

Alabamahalle, München 12. Dezember 2004

 

Dann endlich der Einlass, der aber nur zäh voran ging, da man nach diversen Aufnahmegeräten durchsucht wurde. Nach der Entledigung diverser Wintermäntel betrat man endlich die wirklich sehr nette, mit drei Bars ausgestattete, Alabamahalle in der schon diverser Futurepop im Hintergrund spielend die Vorfreude aller Besucher sichtbar anheizte.

 

Wir suchten uns ein zentrales Plätzchen im vorderen Drittel, wo noch etwas Raum

für ein kleines Tänzchen übrig zu bleiben schien. Mit wirklich beeindruckendem Intro, begleitet von diversen Visuals auf zwei Videowalls, eröffnete NAMNAMBULU das Abschlusskonzert des EHW. Sie spielten zwar nur sechs Titel, diese aber wirklich exzellent - vor allem durch den hervorragenden Gesang von Frontmann Henrik. Leider war nach „Memories“ schon wieder Schluss, da ja noch einiges auf das bereits bestens gelaunte Publikum wartete.

 

Durch die wirklich professionelle Organisation dauerten die Pausen zwischen den

Auftritten auch nur einige Minuten. Mich persönlich hielt es kaum noch, als die orangefarbenen Totenkopffahnen von COMBICHRIST auf der Bühne gehisst wurden. Den Rest kann man nur unzureichend beschreiben. Ein wirklich sehr gut aufgelegter Andy LaPlegua, dem es sichtlich Spaß machte den Leuten den phänomenalen Sound um die Ohren zu hauen. Hier trennte sich erstmals die Spreu vom Weizen, denn nur wenigen ließen sich auch körperlich (mich mit eingeschlossen) von „Blutroyal“ infizieren.

 

Leider war auch hier nach nur einigen Stücken Schluss und meine geschundene Nackenmuskulatur sowie der starke Flüssigkeitsverlust machten sich dennoch schmerzlich bemerkbar. So gesehen hätte ich eine größere Dosis COMBICHRIST. Wahrscheinlich auch nicht unbeschadet überstanden. Nach einer kleinen Stärkung waren nun die Jungs von [:SITD:] an der Reihe, die ich bisher nur von deren Clubhits „Snuff Machinery“ und „Lebensborn“ her kannte. Mit letzterem begannen sie auch das vorletzte Viertel dieses Abends.

 

Bereits bei der ersten Nummer machten sich diverse [:SITD:]-Fans mit Slamdance Einlagen nicht gerade beliebt, welche sich aber dann wieder schnell beruhigten. Auch hier lieferten die drei Mannen eine wirkliche tolle Liveshow und einen noch besseren Livesound ab. Besonders begeistert war ich von einer Kostprobe des am 21.02. erscheinenden neuen Albums, die man wirklich als Kracher bezeichnen kann. Zwischendurch überraschten Sie sogar mit einer ungewohnten aber nicht minder schlecht performten Ballade.

 

Nach einer etwas längeren Pause, in der niemand seinen Platz verlassen wollte, war nun der Moment gekommen, auf den die meisten so sehnsüchtig gewartet hatten. Mark Jackson postierte sich hinter dem E-Drumset, und Ronan Harris begrüßte gut aufgelegt die aufgewühlte Menge. VNV NATION eröffneten mit „Genesis“ ihre grandiose Show. Anfangs hatte ich den Eindruck das Ronans Stimme etwas zu tief angesteuert wurde, was aber daran lag, dass ich mittlerweile nur mehr wenige Meter neben der Bassbox stand. Es folgten unter anderem Klassiker wie „Rubicon, Kingdom, Legion, Beloved oder Standing“ sowie zwei neue Nummer ihres im März erscheinenden Albums, das sicher wieder für Furore unter den Fans sorgen wird. Nach insgesamt zwei Zugaben plauderte Ronan noch mit dem Publikum bzw. einzelnen Fans und bedankte sich bei dem Organisator und versicherte, dass er bis zum Ende seiner Tage fix bei dieser Veranstaltung dabei sein werde.

 

Mark vollendete dieses Versprechen mit einem kurzen „me too!“ und sorgte für einige Lacher. Als krönender Abschluss fanden sich alle Protagonisten noch einmal auf der Bühne ein und bedankten sich bei allen Beteiligten, und natürlich bei den Fans. Dann stimmten Francesco von [:SITD:] und Ville Vallis von NNB auf den Keyboards Depeche Modes Klassiker „Never let me down again“ an, und die gesamte Halle verwandelte sich kurzfristig in eine kleine Ausgabe des Rose Bowl von 1988.

 

Andy LaPlegua und Mark Jackson traktierten zusammen das Drumset, alle anderen sangen zusammen Arm in Arm, bis alle nicht mehr konnten. Bevor wir dann gegen Ein Uhr früh, nach 5 Stunden Show, uns auf den schmerzlichen Heimweg machten, konnte ich noch Andy LaPlegua persönlich zu seiner tollen Performance gratulieren. Und so ausgeflippt er auf der Bühne ist, so sympathisch und nett ist er abseits davon. Genauso wie alle Künstler „Stars“ zum Anfassen waren, die genauso sympathisch wie genial agierten. Alles in allem ein großartiger Abend der nach einer Wiederholung geradezu schreit.

 

(JohnC)

Elektronisches Hilfeswerk

http://www.vnvnation.com/ehw.htm

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Es ist schwer über ein Event zu schreiben, an dem man selbst unmittelbar mitgewirkt hat. Die Rede ist von der Dark Fashion Show am Montag, dem 25. Oktober 2004, im Wiener U 96. Als Black Angel vor wenigen Monaten die Idee hatte, eine Modeschau zu organisieren, bei der junge Designerinnen ihre selbst kreierte Mode präsentieren, ahnte ich noch nicht, was für ein Gefühl es sein musste, sich im gleißenden Licht eines Laufstegs zu präsentieren. Und zugegeben, ich muss gestehen: Es war wunderbar. Und ich glaube, Mankale, mein männlicher Konterfei, gibt mir recht.

Dark Fashion Show

U 96 25.Oktober 2004

 

An diesem Abend zeigte sich wieder einmal, wie wunderbar und charmant das Wiener Publikum sein kann. Und wenn ich ehrlich bin: die fünf Designerinnen, die bis zur letzten Sekunde (keine Übertreibung) an ihren Kreationen gearbeitet haben, haben auch das beste Publikum der Welt verdient. Denn ihrem Einsatz, ihrer Kreativität, ihrer Phantasie und ihrem Talent ist zu verdanken, dass die Wiener Szene um ein innovatives Event reicher ist. Nicht zu vergessen sind natürlich die beiden Helferinnen Lilith und Sy, die uns beim An- und Auskleiden zu Seite standen. Ebenso gilt der Dank Cue für die tolle Musik und die Regie hinter den Kulissen. Allem in allem, ein wirklich gelungener Abend, der nicht nur uns, sondern auch hoffentlich dem Publikum wirklich Spaß gemacht hat. Danke Black Angel!!

(Hohenstaufen)

Dark Fashion Show - Die Fotos

PS: Die Dark Fashion Show wird eine Fortsetzung erfahren. Wann, das ist aber noch nicht verraten.

 

 
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Das ist meine Heimatstadt, heizt Thomas Rainer das Publikum in der Szene Wien an. Teilweise vergeblich. Zu gespalten waren die zahlreichen Fans, die die Szene bis in die letzte Reihe füllten. War der Auftritt von L'Âme Immortelle für die einen der glorreiche Auftakt ihrer Gezeiten-Tournee, so war es für die anderen der klassische Verrat an der Szene. Schade eigentlich. Begleitet wurden L'Âme Immortelle bei ihrem Wien-Gig von Samsas Traum – die infernale Kultband rund um Alexander Kaschte.

Samsas Traum / L'Âme Immortelle

Szene Wien 8. Oktober 2004

 
Anders als bei ihrem Auftritt beim diesjährigen M'era Luna Festival, klangen Samsas Traum – in kleiner Besetzung - in der Szene Wien eher wie eine entrückte Schülerband, was allerdings vorrangig am quäkenden Sound, als an den Musikern lag. So sehr sich Alexander Kaschte auch abmühte, der Funke wollte nicht überspringen, die Erinnerungen an das famose Konzert in Hildesheim waren einfach zu präsent. Dennoch: Samsas Traum sind Samsas Traum und somit hatten auch diese 45 Minuten in Wien ihr Reizvolles. Dann, endlich, L'Âme Immortelle. Die Bühne wurde vergrößert. Scheinwerfer. Trommelwirbel. Sonja Kraushofer und Thomas Rainer betraten die Bühne – eine Inszenierung als Zeugnis ihrer neuen Professionalität. Und vom ersten Moment war klar: L'Âme Immortelle haben sich verändert. L'Âme Immortelle waren reifer, kommerzieller, rockiger, sagten die einen; L'Âme Immortelle waren blasser, dünner, Marionetten ihrer eigen elektronischen Vergangenheit, die anderen. Die Meinungen gingen weiter auseinander, als bei kaum einer anderen Band. Objektivität verliert in diesem Moment alle seine Ansprüche. Schwer also einen Bericht zu schreiben, der das Konzert so wiedergibt, wie es war. Was also bleibt, ist das subjektive Empfinden.
 

Die Bitterkeit der Gezeiten

 
 
Ich will mich jetzt nicht aufhalten mit dem Aufzählen der Setlist, der Performance von „Tiefster Winter“, „5 Jahre“ oder „Bitterkeit“. Fest steht, dass die „Bitterkeit“ der Gezeiten eine andere war, wie jene aus früheren Tagen. Oder dass der „Tiefste Winter“ jedes Jahr aufs neue auf uns hereinbricht. Jedes Jahr anders. Es ist eine Frage der Philosophie, ob man einer Band erlaubt, sich zu verändern– in welche Richtung auch immer – oder nicht. Und wie bei der Philosophie gibt es dabei keine Gewinner. Soll es auch nicht geben. Kunst polarisiert im gleichen Sinne wie sie abschreckt oder unterhält. Das ist die Bandbreite. Sei's drum. L'Âme Immortelle gaben eines ihrer besten Konzerte. Stimmig von Anfang bis zum Ende. Eindrucksvoll in allen Zügen. Die Lust an der Musik stand Sonja Kraushofer und Thomas Rainer so sehr ins Gesicht geschrieben, dass diese Leidenschaft immer ihren Ausdruck suchen wird. Egal ob bei kleinen Szene-Konzerten oder bei viva. Und so lange diese Leidenschaft spürbar, hörbar, ja fassbar bleibt, solange sind L'Âme Immortelle L'Âme Immortelle und dürfen nicht reduziert werden auf ein identitätsloses Machwerk namentlicher Major-Labels. Wie heißt es so schön? „Es ist nicht die Sonne, die untergeht, es ist die Erde, die sich dreht.“ In diesem Sinne: „Life will never be the same again.“ Und prügelt mich, aber ich fand L'Âme Immortelle genial!
 

"Life will never be the same. Again."

(Hohenstaufen)

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Dienstag. 28. September 2004. Planet Music. Gleich vier Bands gaben an diesem Abend dem Wiener Publikum ein Stelldicheingeben. Allen voran Blutengel, verstärkt durch die beiden deutschen Supports Say Y und Cephalgy. Eröffnet wurde der Abend aber von den Wiener Lokalhelden Sharon Next. Eines schon mal vorweg. Ohne Sharon Next wäre der Abend wohl mehr als eine herbe Enttäuschung geworden.

Sharon Next / Say Y / Cephalgy / Blutengel

Planet Music 28. September 2004

 
Helmut Prix, Michael Ruin, Gerd Hall und Anton Richter sorgten gleich zu Beginn für den typischen Sharon Next-Sound. Irgendwie an Crime & The City Solutions erinnernd, irgendwie an Rowland S. Howard. Ich fühlte mich gleich wohl in dieser vertrauten Gegend, die umschlungen war von diesen breiten Sharon-Next Sounds, die immer wieder Erinnerungen an Spasmodique (kennt die eigentlich noch jemand?) oder alte Gun-Club-Nummern wachriefen. Doch mein Seelenfriede war bald dahin und der wahre Seelenschmerz näherte sich mit großen Schritten: Say Y betraten die Bühne. Nun ja. Im Handumdrehen war ich wieder im Jahre 2004, wo Bands wie Say Y oder die darauf folgenden Cephalgy aus dem Boden sprießen wie Pfifferlinge nach einem warmen Electro-Hype-Regen. Folgt Say Y noch den immer leiser werdenden Rufen der Synthiepop-Sirenen (zugegeben mit passablen Achziger-Jahre-Elementen) so setzt Cephalgy nur noch auf platten Electro. Zugegeben, sowohl Say Y und Cephalgy sind auf CD streckenweise sehr fein zu hören, live jedoch waren sie eher enttäuschend.
 

Die Professionalität

der Peinlichkeit

 
 
Die Hoffnung allerdings, die stirbt zuletzt. Blutengel. Man kann ja sagen, was man will. An Blutengel kommt man nicht vorbei. Die einen beschwören Blutengel mit Hasstiraden, die anderen verehren sie beinahe himmlisch. Und auch ich bekenne mich offen als Blutengel-Fan. Und das Konzert von Chris Pohl und Co war sicherlich nicht gänzlich schlecht, vor allem stimmlich hielt Pohl, was er versprach. Aber dennoch: Das Konzert war einfach langweilig. Alles war perfekt inszeniert, jede Bewegung einstudiert und tausendmal erprobt. Was fehlte, war die Spiellaune, die Lust an der Musik. Was fehlte war der Funke, der nicht überspringen wollten; weder auf das Publikum noch auf die Band selbst. Blutengel waren somit quasi entzaubert und hinterließen den schalen Geschmack einer inszenierten Peinlichkeit. Schade eigentlich. Alles in allem ein trüber Abend, der am nächsten Arbeitstag ein klammes Gefühl hinterließ.
 

Ohne Sharon Next wäre der Abend

wohl eine herbe Enttäuschung gewesen.

Schade eigentlich.

(Hohenstaufen)

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Am Samstag den 4. September 2004, gaben NamNamBulu im Monastery ihr erstes Österreich-Konzert. Und das nicht nur sehr zur Freude der Wiener Fans - auch Gäste aus unseren Nachbarländern Ungarn und der Slowakei waren gekommen, um das Schweizer Duo mit dem außergewöhnlichen Bandnamen live zu erleben.

Namnambulu

Monastery 4. September 2004

 
Die Musik von NamNamBulu ist ganz klar in die Elektronische Szene einzuordnen, versucht aber den Gebrauch von konventionellen und klassischen Arrangements zu vermeiden – sowohl Einflüsse von Trance, als auch den 80er Jahren sind zu finden. Die sehr geschickt gesetzten Sounds in Kombination mit einer tiefen und sonoren Stimme, verleihen den Songs ihren doch speziellen Charakter. Das Konzert war ein echter Hörgenuss - durchwegs eingängige Melodien und ein paar echte Tanzkracher wie „Memories“ sorgten für sehr ausgelassene Stimmung. Daran konnte auch die schwüle Hitze nichts ändern – es wurde ausgiebig getanzt. Einzig die Bühnenshow des Sängers Henrik Iversen könnte eventuell für machen Anlass zu leichter Kritik geben: die Funken des Charmes des stets sympathisch lächelnden gebürtigen Norwegers sprangen vielleicht nicht auf jeden über - dem Großteil der Besucher hat's aber sehr gut gefallen!
 

Eine wirklich nette Kombination aus

Future- und Synthpop

 
 
Ein wirklicher Wehmutstropfen war jedoch der Abgang – dem eindringlichen Wunsch des begeisterten Publikums nach Zugaben wurde gerne nachgegeben, leider konnten auf Grund von technischen Vorgaben nur bereits gespielte Nummern gebracht werden. Vor der zweiten Zugabe gab's dann auf Grund von kleinen technischen Schwierigkeiten eine längere Pause, was trotz der Bemühungen von Henrik, der versuchte das Publikum mit ein paar Scherzen abzulenken, einen etwas schalen Nachgeschmack hinterließ. Ansonsten war es jedoch ein wirklich gelungenes, für Wiener Verhältnisse recht gut besuchtes Konzert.
 

Ein sehr unterhaltsamer Abend, an dem

nnb-Fans voll auf ihre Rechnung kamen.

(Lilith)

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Das diesjährige M'era Luna ist vorüber. Und mit über 23.000 Besucher gab es für die Veranstalter einen neuen Besucher-Rekord - bei den Top-Headliner wie Lacrimosa, Welle:Erdball, ASP, Wolfsheim & Co auch kein Wunder. Wir haben euch wieder eine kleine Zusammenschau vom M'era Luna-Festival 2004 mitgebracht.

Festival: M'era Luna 2004

Hildesheim 7. bis 8. August 2004

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Das Wave-Gotik-Treffen 2004 brach zwar keine Rekorde, doch es hielt was es versprach: Zum 13. Mal traf sich Europas Schwarze Szene in Leipzig und gab wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Auf den nächsten Seiten findet ihr ab sofort eine kleine Zusammenschau vom diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig.

Festival: WGT 2004

Leipzig 28. bis 31. Mai 2004

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Die erwarteten Proteste, Diskussionen und Kontroversen im Vorfeld des Auftritts blieben dieses Mal gänzlich aus. Vielleicht lag es an der doch ziemlich späten Bekanntgabe des Veranstaltungsorts und der etwas verhaltenen Promotion. Andererseits könnte es auch daran gelegen haben, dass nach dem Auftritt von 2002 die Kritiker doch besänftigt wurden… Wie auch immer – auch ohne großes Medienecho im Vorfeld fand sich eine beträchtliche Anzahl an Besucher am Samstag im Monastery ein.

Death in June

Monastery 12. Juni 2004

 
Naja, das ist eigentlich fast eine Untertreibung, so viele Konzertbesucher hatte das Monastery schon lange nicht mehr! Nach einer Stunde des Wartens öffneten sich gegen 23 Uhr dann doch endlich die Pforten und der leichte Hauch des Ärgers verwandelte sich auch langsam in gespannte Vorfreude. Da man auch die Vorverkaufskarten direkt an der Abendkassa abholen musste, dauerte diese Prozedur aufgrund des großen Besucherandrangs doch eine geraume Zeit, sodass das Konzert ohne Support letztendlich erst um ca. 00.30 Uhr startete.

Das Warten auf den Tod im Juni

 
 
Douglas Pearce betrat im Vergleich zu 2002 völlig unspektakulär die Bühne – die wohlbekannte weiße Maske lag brav auf einem Stuhl, kein Fahnenschwingen, im dezenten Tarnfleckoutfit und Sonnenbrille. Nur sein Kollege fiel optisch mit seinem weißen Kostüm etwas aus der Rolle – meine Assoziationen dazu nenne ich besser nicht… Ein bestens gelaunter Douglas P. versetzte das Publikum über 90 Minuten lang in einen wunderbaren Trancezustand. Besonders bemerkenswert war die ständige Einbeziehung des Publikums in die Songauswahl – quasi ein Wunschkonzert für Neofolkfreunde! „Little Black Angel“, „Fall Apart“, „But, What Ends When The Symbol Shatter?“, „Kameradschaft“ und vieles, vieles mehr: die gesamte Trackliste würde mein Erinnerungsvermögen und den Umfang des Artikels sprengen. Trotz einer kleinen Unterbrechung - Douglas musste seine Gitarre stimmen - spürte man bis zum Schluss die Freude an der Live-Performance. Das Publikum war begeistert und wurde mit zehn weiteren Titeln belohnt (sofern ich richtig mitgezählt habe). Drei Mal folgten Death in June den Rufen nach Zugabe! Die Besucher wurden für die geleistete Wartezeit vor dem Auftritt mit einem wirklich hervorragenden und besonderen Konzerterlebnis entschädigt. (Justine)
 

Kontroverse Kunst, die immer wieder

zum Nachdenken anregt

(Justine)

Death in June

http://www.deathinjune.net

 

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Monastery. Montag. 24. Mai 2004. Auf dem Programm steht das einzige Österreich-Konzert der Todeskunst-Formation schlechthin: Das Ich, Mit-Begründer des Genres „Neue Deutsche Todeskunst“ und Band der lebenden Legenden Bruno Kramm und Stefan Ackermann. Gleich zu Beginn ist klar, dass Das Ich trotz ihres knapp 15 jährigen Bestehens nichts von ihrer Anziehungskraft und ihrer expressiven Performance verloren haben. Hier treffen Kramms Industrial-Elemente auf Ackermanns lyrische Klarheit, dort verbrüdern sich Alltime-High Klassiker wie Gottes Tod und Destillat unter gleißend bunten Scheinwerfern. Soweit genial, umwerfend, erschlagend.

Das Ich

Monastery 24. Mai 2004

 
Und doch bleibt ein seltsames Gefühl zurück. Ein Gefühl, das das gesamte Genre der „Neuen Deutschen Todeskunst“ unter sich begräbt. Wer gut ein Monat zuvor den letzten Auftritt von Goethes Erben gesehen hat, weiß wovon ich spreche. „Weiß noch jemand wie Jasmintee schmeckt?“ hieß es dort. „Weiß noch jemand was „Todeskunst“ ist, hören wir hier. Nein, das ist nicht das Ende von Das Ich. Das Doppelalbum „Lava“ steht schließlich in den Startlöchern und alle warten insgeheim auf das große Alterswerk, der längst ausständigen Renaissance der „Neuen Deutschen Todeskunst“. Dennoch: Das Gefühl bleibt.

Das langsame Sterben einer Kunst

 
 
Alles in allem jedoch war es ein sehr gutes Konzert, mit allen Klassikern und auch mit neuem Material, dargeboten in perfider Exzessivität und kontrolliertem Wahnsinn. Schade nur, dass nicht mehr Zuseher ins Monastery gefunden haben, denn Bands wie Das Ich sind vielleicht eine der letzten echten Wahrzeichen der schwarzen Szene.

Genial, umwerfend, erschlagend

und nachdenklich

(Hohenstaufen)

Das Ich

http://www.dasich.de

Support: access_denied

http://www.a55d.de/

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Das  Mittelalter gab am Samstag, dem 22. Mai 2004, in der Szene Wien sein imposantes Stelldichein. Auf dem Programm standen „Der elfte Chor“ aus Wien und „Schandmaul“, die mit ihrer letzten Platte „Wie Pech & Schwefel“ Kritiker wie Fans entzweiten. Man durfte also gespannt sein.

Der elfte Chor & Schandmaul

Szene Wien 22. Mai 2004

 
Die Wiener eröffneten das bunte Treiben und stellten schon nach wenigen Takten klar: hier erspielen sich Spielmänner Authentizität, fern von jedem Rammstein-Gedudel. Authentisch aber nur in dem Sinne, in dem es um die Unmittelbarkeit musikalischer Interpretation geht. Kurz: „Der elfte Chor“ verwandelte die Szene Wien in einen lebhaft kreischenden Jahrmarkt! Und obwohl man nur 40 Minuten Zeit hatte, gelang es den sympathischen Wienern mit viel Esprit und Witz das Publikum für sich zu gewinnen. Coverversionen, unter anderen von den Sex Pistols (!), sind wie die anderen Stücke wahre Rohdiamanten, die man hoffentlich bald in den Plattenläden finden wird. Tipp: Das Album „… am Hungertuch“ ist noch für dieses Jahr geplant.

Ein guter Abend, mit einem mehr als

überzeugenden elften Chor

 
 
Der Auftritt von „Schandmaul“ war nach der Unmittelbarkeit des elften Chors zunächst eher enttäuschend. Zu viel Linkin Park, zu wenig Mittelalter. Doch nach wenigen Nummern erinnerten sich die Schandmäuler ihrer folkigen Wurzeln und setzten das Publikum mit ihren liederlich-teuflischen Charme in ihren Bann. Die Nummern waren fein durchgemischt: die Stücke vom neuen Longplayer „Wie Pech & Schwefel“ wechselten sich mit Klassikern wie „Sichelmond“ oder „Walpurgisnacht“. Als gegen Mitte des Konzertes Wunderkerzen auftauchten und die Köpfe der über 500 Fans in einen sprühend, gelben Funkenregen tauchten, glich die Szene wahrlich einem Hexenkessel… 
 

Genialität zwischen puristisch, genialer Tanzmusik und dem wohl bevorstehenden Canossagang in den Kommerz.

(Hohenstaufen)

Der elfte Chor

http://www.11chor.at

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Am  14.04. hatte man wohl für längere Zeit die letzte Gelegenheit, Goethes Erben live zu bewundern. Mit ihrem neuesten Musiktheaterstück „Schattendenken“ verabschieden sich die Künstler von ihrem Publikum – auf unbestimmte Zeit. Goethes Erben werden zwar weiterhin bestehen bleiben (im Gegensatz zu Oswald Henkes Soloprojekt „Erblast“), aber nicht mehr in ihrer bisherigen Form. Öffentliche Auftritte werden nur mehr vereinzelt und ausgewählt stattfinden, ebenso wird bei den zukünftigen Veröffentlichungen ein neuer Weg beschritten werden.

Goethes Erben

Planet Music 14. April 2004

 
Das bedeutet auch, dass die Hörer wohl noch einige Zeit auf die Veröffentlichung von „Schattenwelten“ außerhalb des Liveauftrittes warten müssen... Wenn man also diese neuen Umstände betrachtet, stellt man sich schon die Frage: Wo waren denn alle restlichen österreichischen Goethes Erben Fans am 14.04.? Das Konzert war zwar nicht schlecht besucht, aber wie schon gesagt, bei diesen trüben Aussichten hätte ich mehr Besucher erwartet. Die letztendlich doch Anwesenden wurden jedenfalls mit einer sehr beeindruckenden Performance belohnt, ganz in gewohnter Goethes Erben Manier. Verstörend, tieftraurig, nachdenklich und wunderschön zugleich...

Die Wahrheit tötet meinen Traum

Oswald Henke

 
 
Traurig vor allem deshalb, weil die Geschichte des einsamen Künstlers in diesem Stück genau das widerspiegelt, was Goethes Erben letztendlich zu ihrem Rückzug aus der Öffentlichkeit getrieben hat. Musikalisch ein Wechselspiel aus orchestralen und minimalistischen, elektronischen Klängen, mit phasenweise (fast) tanzbaren Passagen. Trotz dieser sehr traurigen Geschichte schaffen es Goethes Erben, dass man doch mit einem leisen Hoffnungsschimmer im Hintergrund das Konzert verlassen kann... Hoffnung auch darauf, dass die erwartete CD/DVD (man weiß ja nichts Genaueres) doch recht bald erscheinen möge.
 

Wunderschön, zum Sterben traurig

(Justine)

Goethes Erben

Schattendenken (2004) - Ein Musiktheaterstück

http://www.goetheserben.de

 











 
 
 

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